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Kapitän rammt Spundwand und fährt weiter

Seelze Kapitän rammt Spundwand und fährt weiter

Ein Kapitän hat mit seinem Schiff eine Spundwand am Lohnder Meer gerammt und dabei einen etwa zwei Meter breiten Abdruck hinterlassen. Thorsten Wenig vom Wasser- und Schifffahrtamts Braunschweig schätzt den Schaden auf 20.000 bis 30.000 Euro.

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Etwa zwei Meter misst der Abdruck, den das Schiff an der Spundwand hinterlassen hat.

Quelle: privat

Lohnde. "Das muss einen richtig lauten Knall gegeben haben", sagt Thorsten Wenig. Er hofft, dass Anwohner oder Spaziergänger etwas gehört oder gesehen haben könnten, was bei der Ermittlung gegen den flüchtigen Kapitän hilfreich sein könnte. Denn der ist, nachdem er die Spundwand mit seinem Schiff gerammt hat, weiter gefahren, ohne den Schaden zu melden.

"Passiert sein muss der Unfall zwischen Freitag- und Sonntagmittag", sagt  Wenig. Bemerkt habe er den etwa zwei Meter breiten Abdruck am Sonntag, als er mit seinen Mitarbeitern den Mittellandkanal anlässlich des Besuchs des US-Präsidenten Barack Obama abgesperrt habe.

An der Form des Abdrucks kann Wenig erkennen, dass das Schiff einen ziemlich spitzen Bug gehabt haben muss. Da die Stelle, wo Mittellandkanal und Stichkanal das sogenannte Lohnder Meer bilden, relativ breit ist, geht der Bauingenieur von einem Fahrfehler des Kaptäns aus. Mit einer Geschwindigkeit von etwa zwölf Stundenkilometern passieren die Schiffe diese Stelle, und bei einer Beladung mit etwa 1500 Tonnen kommt da einiges an Schubkraft zustande. Den Schaden an der Spundwand sieht Wenig im fünfstelligen Bereich. "20.000 bis 30.000 Euro wird das kosten." Für die Untersuchung des Schadens unter der Wasserlinie sei eine Tauchergruppe erforderlich. Erst nach der Begutachtung steht der Reparaturaufwand fest.

Dass Schiffe aus dem Ruder laufen oder vom Kurs abkommen und gegen die Spundwände fahren, ist keine Seltenheit. "Etwa einmal im Jahr kommt das schon vor", erzählt Wenig. Aber einfach weiter zu fahren, ohne sich zu kümmern, das sei hingegen zum Glück die Ausnahme. Das Wasser- und Schifffahrtsamt hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen, die Angaben zu dem Unfall machen können, sollten sich unter Telefon (0511) 1091945 bei der Wasserschutzpolizei in Hannover melden.

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Etwa zwei Meter misst der Abdruck, den das Schiff an der Spundwand hinterlassen hat.

Quelle: privat
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