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Freies W-Lan auf drei Plätzen?

Seelze Freies W-Lan auf drei Plätzen?

Für alle zugängliche kabellose Internetzugänge gehören vielerorts zur Grundausstattung der Innenstädte. Die Stadt Seelze steht diesbezüglich noch ganz am Anfang. Für den Rathausplatz, den Alten Krug und den Kastanienplatz in Letter liegen jetzt aber Untersuchungen vor.

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Der Rathausvorplatz bietet sich nach Einschätzung der Verwaltung für freies WLAN an.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze/Letter. Der Plan ist eigentlich ganz einfach. Händler, Verwaltung oder andere Anbieter richten einen kostenlosen freien W-Lan-Zugang ein und locken mit diesem Service Menschen in die Innenstädte. Allerdings: Eine anonyme Nutzung Dritter kann für den Besitzer des Anschlusses bislang noch sehr teuer werden, denn dieser haftet für verbotenerweise heruntergeladene Inhalte. Stichwort: Störerhaftung.

Auch für die Stadt Seelze ist diese Störerhaftung ein Grund dafür, dass sie noch keine so genannten Freifunk-Plätze eingerichtet hat. Privaten Initiativen sagt die Verwaltung allerdings ihre Unterstützung zu. Helfen könnten demnach auch Angebote vieler Telekommunikationsanbieter, die in ihren Paketen die Risikoübernahme der Störerhaftung bereits integriert haben. An drei zentralen Stellen im Stadtgebiet hat die Stadt die Möglichkeiten einer freien W-Lan-Nutzung untersucht und die Ergebnisse in einer Informationsvorlage zusammengefasst, die am kommenden Dienstag im Ausschuss für Finanzplanung und Zentrale Dienste auf der Tagesordnung steht.

Die Probleme an den untersuchten Orten - am Alten Krug, dem Rathausvorplatz und dem Kastanienplatz in Letter - sind unterschiedlich. So habe am Alten Krug das Restaurant Flügels bereits einen - mit Registrierung versehenen - W-Lan-Zugang eingerichtet, der auch auf den Außensitzplätzen und im Bereich drumherum nutzbar sei. Allerdings sei die Nachfrage der Restaurantbesucher nur gering. Zudem bestehe die Befürchtung, dass ein benachbartes Angebot den Empfang bei Flügels stören könnte.

Am Kastanienplatz in Letter "müsste sich ein Privateigentümer oder die Genossenschaft bereit erklären, Access-Points an ihrem Gebäude zu installieren", so die Vorlage. Zur Einrichtung dieser Verstärker seien wie am Alten Krug Tiefbauarbeiten nötig. Zudem könnten auch hier bestehende private W-Lan-Netze durch eine neue leistungsstärkere Anlage gestört werden.

Die einfachste Lösung scheint am Rathausplatz realisierbar zu sein. "In Hinblick auf bestehende und zukünftig zunehmende Möglichkeiten über das Internet Termine in Rathäusern anzumelden, aber auch Formulare, Informationen und Serviceleistungen auf diesem Wege abzurufen oder Wartezeiten angenehmer überbrücken zu können", sei es sinnvoll, am Bürgerbüro freies W-Lan anzubieten. Messungen hätten überdies ergeben, dass des gesamte Rathausvorplatz bis zur Hannoverschen Straße mithilfe eines einzigen Access-Points abzudecken wäre.

Die Stadt spricht sich deshalb für eine zeitnahe Umsetzung an dieser Stelle als Pilotprojekt aus. Auf Grundlage der dabei gewonnenen Erkenntnisse solle entschieden werden, "ob eine Umsetzung an anderen Stellen im Stadtgebiet ebenfalls erfolgen sollte".

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