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Stadt gewinnt Einwohner hinzu

Seelze Stadt gewinnt Einwohner hinzu

Die Stadt Seelze hat in den vergangenen Jahren ihre Einwohnerzahl um 691 auf 32.495 steigern können und gehört damit regionsweit zu den Gewinnern. Unzufrieden ist Bürgermeiser Detlef Schallhorn allerdings darüber, dass die Seelzer lediglich 63,7 Prozent ihres Geldes in der Stadt ausgeben.

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Erfolgsmodell: Das Einkaufszentrum an der Hannoverschen Straße zwischen Seelze und Letter wird gut angenommen – es hat eine spürbare Verbesserung der Einzelhandelslandschaft mit sich gebracht.

Quelle: Treeske Hönemann

Seelze. In den Jahren zwischen 2011 und 2014 habe die Obentrautstadt ihre Einwohnerzahl um 2,17 Prozent steigern können, berichtet Schallhorn aus der Regionsstatistik. „Damit liegt Seelze an sechster Stelle der 21 Kommunen der Region Hannover.“ Ein Grund für die gestiegenen Einwohnerzahlen ist nach Einschätzung des Bürgermeisters das Neubaugebiet Seelze-Süd, das in den vergangenen Jahren stark nachgefragt worden ist. In Garbsen und Wunstorf fällt der Zuwachs deutlich geringer aus, Neustadt hat sogar Einwohner verloren (siehe Kasten).

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im Zeitraum von 2011 bis 2014 um 16 (0,29 Prozent) auf 5459 zurückgegangen. Während insgesamt 3456 Menschen zur Arbeit nach Seelze kommen, verlassen täglich 10 694 Auspendler die Stadt, um anderswo ihrer Beschäftigung nachzugehen. Damit liegt das Verhältnis Einpendler zu Auspendler bei minus 58,1 Prozent. „Wir müssen deshalb vernünftige Infrastrukturen schaffen“, betont Schallhorn. Denn wenn die Menschen schon deutlich seltener in Seelze arbeiteten, müssten sie wenigstens gern in der Stadt bleiben.

Unzufrieden ist der Bürgermeister vor allem mit der in der Obentrautstadt verbleibenden Kaufkraft. Zwar verfügt der durchschnittliche Seelzer im Jahr über einen Summe von 21.22 Euro und liegt damit zu 98,5 Prozent auf dem Niveau des Durchschnitts-Bundesbürgers, der 21.449 Euro ausgeben kann. „Aber unsere Bürger lassen nur 63,7 Prozent ihres Geldes in Seelze“, bedauert Schallhorn.

Die Ursache sei eindeutig: Weil die Stadt nur als sogenanntes Grundzentrum eingestuft ist, habe sie großflächige Fachgeschäfte wie etwa Baumärkte nicht ansiedeln dürfen. Die Kunden müssten darum zwangsläufig in Nachbarkommunen wie zum Beispiel Garbsen ausweichen, wo das entsprechende Angebot vorhanden sei. „Wir müssen deshalb unsere Anstrengungen darauf konzentrieren, auch in den Randbereichen der Stadt zumindest die Nahversorgung sicherzustellen“, betont der Bürgermeister. Dass das funktioniert, habe sich in den vergangenen Jahren gezeigt - so habe die Stadt mit neuen Lebensmittelmärkten auch mehr Kaufkraft halten können.

Neustadt verliert Bürger

Nach der aktuellen Statistik der Region Hannover hat die Stadt Garbsen ihre Einwohnerzahl in den Jahren zwischen 2011 und 2014 um 451 (0,76 Prozent) auf 60.023 steigern können. In Wunstorf wurde ein Anstieg um 34 (0,08 Prozent) auf 40.658 verzeichnet. Neustadt musste dagegen eine Verringerung von 129 (minus 0,30 Prozent) auf 43.411 Einwohner hinnehmen. Während in Garbsen 9282 Einpendler und 17.395 Auspendler registriert werden, sind es in Neustadt 4078 Ein- und 10.592 Auspendler; in Wunstorf liegt die Zahl der Einpendler bei 6795, die der Auspendler bei 9925. Laut Statistik lassen die Einwohner dieser drei Kommunen alle mehr Geld in ihrer Stadt als die Seelzer: Garbsen schöpft mit 119,2 Prozent auch Kaufkraft aus der Nachbarschaft ab, ebenso wie Wunstorf mit 101,9 Prozent, und Neustadt kommt immerhin auf 79,6 Prozent.

Von Thomas Tschörner

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