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Stadt hat 24 Integrationslotsen

Seelze Stadt hat 24 Integrationslotsen

Sozialarbeiter, eine Integrationsbeauftragte und ehrenamtliche Integrationslotsen: Bei der Betreuung von Flüchtlingen setzt die Stadt auf ein Drei-Säulen-Modell.

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Die Integrationslotsen.

Quelle: r

Seelze. Nur ein Teil der Flüchtlinge kommt aus Syrien, betont Seelzes Integrationsbeauftragte Maria Baumeister. Andere Herkunftsländer seien Sudan, Somalia, Eritrea, Irak und die Balkanstaaten. Zwar fielen Asylbewerber vom Balkan häufig unter die Regelung der sogenannten sicheren Drittstaaten und müssten mit der Abschiebung in ihre Heimatländer rechnen, für die Stadt sei diese Unterscheidung aber ohne Bedeutung.

„Wir müssen sie betreuen und unterbringen - da behandeln wir alle Asylbewerber gleich, es gibt keine Flüchtlinge zweiter Klasse“, sagt Baumeister. Durch die stetig gestiegene Zahl der Flüchtlinge liegt auf dieser Personengruppe auch der Fokus der beiden städtischen Sozialarbeiter Nina Doering Philipp Peters, die neben Asylbewerbern und Obdachlosen auch Seelzern in schwierigen Lebenslagen zur Seite stehen. „Das hat sich verdichtet, die Flüchtlinge brauchen Betreuung“, sagt Doering. Vor allem Netzwerkarbeit wie das Herstellen von Kontakten zu Ärzten sei gefragt. „Gerade bei Asylbewerbern ist es wichtig, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen.“ Die Sozialarbeiter arbeiten mit Baumeister und den für die Unterbringung zuständigen Fachleuten Axel Obenauer und Bernd Rutsch zusammen.

Das Betreuungsangebot werde mit den Integrationslotsen vervollständigt, sagt Baumeister. Gab es im Jahr 2009 gerade zwei der ehrenamtlichen Helfer, so stieg die Zahl im Jahr 2012 auf zehn. Mittlerweile gebe es 24 Integrationslotsen im Alter von 17 bis 69 Jahren aus sieben Ländern, die sich in insgesamt fünf Sprachen verständlich machen können. „Die Integrationslotsen leisten vor allem Ankunftshilfen.“ Damit seien sie eine wichtige Unterstützung. Allerdings dürften die Integrationslotsen nicht sich selbst überlassen bleiben und würden in ihrer Arbeit von ihr begleitet, sagte Baumeister. Inzwischen gebe es einen Paradigmenwechsel, sagt Baumeister. Wurden in den Neunzigerjahren Ausländer noch häufig als Problem gesehen, gälten sie heute als Vielfalt und Bereicherung. Allerdings sei Integration auch keine Einbahnstraße, es müsse schon etwas für die Einheimischen und schon ansässigen Migranten getan werden.

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