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Stadt sucht weiter Wohnraum

Seelze Stadt sucht weiter Wohnraum

Die Stadt Seelze setzt bei der Unterbringung von Flüchtlingen weiter auf Wohnungen. Bislang ist dank der Fluktuation auf dem Wohnungsmarkt die Rechnung weitgehend aufgegangen. Bei weiterem Zustrom schließt die Verwaltung aber auch Container nicht aus - auch wenn derzeit bereits zwei neue Unterkünfte in Planung sind.

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Auf einem Grundstück an der Uferstraße in Letter ist ein Neubau mit sechs Wohnungen für Asylbewerber geplant.

Quelle: Remmer

Seelze. „Wir haben den Auftrag, eine bestimmte Zahl von Menschen aufzunehmen“, sagt Axel Obenauer, der für die Unterbringung von Obdachlosen und Asylbewerbern zuständig ist. Die neue Flüchtlingswelle habe 2012 begonnen. Damals seien der Obentrautstadt 156 Flüchtlinge zugewiesen worden. Ein Jahr später seien es bereits 208, im Jahr 2014 schon 260 gewesen und für dieses Jahr sind 460 Flüchtlinge im Gespräch. „Wo die Reise noch hingeht, ist reine Spekulation“, sagt Obenauer. In diesem Jahr habe die Stadt bereits 296 Flüchtlinge aufgenommen, bis zum 30. September müssen weitere 164 untergebracht werden.

Die Stadt setzt dabei auf eine dezentrale Unterbringung. „Solange es geht, bevorzugen wir Wohnungen.“ Letztlich werde dabei eine Zwischenstufe gespart. Denn Container dürften keine Dauerlösung sein, die Menschen würden letztlich doch auf Wohnungen verteilt. „Wir suchen deshalb weiter Wohnraum“, sagt Bernd Rutsch, der in der Verwaltung für Wohnungsvermittlung und Wohnberatung zuständig ist. Vielen Vermietern sei der Ablauf unklar, es werde aber jedes Detail besprochen.

Die Wohnungsnachfrage in Seelze sei groß. Berufsanfänger, die zu Hause ausziehen, und sich vergrößernde Familien sorgten für einen Überhang an Bewerbern. Gleichzeitig gebe es aber auch eine gewisse Fluktuation, etwa durch Trennungen oder Umzüge. Bislang habe die Stadt deshalb stets Wohnungen für Flüchtlinge finden können, allerdings nicht genug. So habe die Verwaltung auch die drei Obdachlosenunterkünfte in Seelze und Letter zum Teil mit Flüchtlingen belegen müssen.

Für eine gewisse Entspannung sorgen zwei geplante neue Projekte: Der ehemalige Getränkemarkt in Lohnde soll umgestaltet werden und dann in sechs Wohnungen Platz für etwa 30 Flüchtlinge bieten, und in Letter ist an der Uferstraße ein Neubau mit Wohnungen für 25 Asylbewerber geplant. Die Stadt plane derzeit in alle Richtungen, sagte Obenauer. Sollten die Zahlen weiter steigen, dann müsse auch über Container und andere Schnellbaumodule nachgedacht werden.

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