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Stadt will Ausbau stufenweise

Seelze Stadt will Ausbau stufenweise

Die Stadtverwaltung schlägt die stufenweise Einrichtung von Ganztagsgrundschulen vor. Den Anfang soll die Regenbogenschule in Seelze machen. Die ebenfalls vorgesehenen Standorte in Letter und Lohnde könnten dann von den Erfahrungen profitieren.

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Die Regenbogenschule soll als erste auf Ganztagsbetrieb umstellen.

Quelle: r

Seelze. „Die wünschenswerte Schaffung von gleich drei Ganztagsgrundschulen im Stadtgebiet würde einen erheblichen Kraftaufwand für die Stadt bedeuten, sowohl in finanzieller als auch in personeller Hinsicht“, sagt Bürgermeister Detlef Schallhorn. Die Verwaltung hat deshalb einen Stufenplan erarbeitet, der in einer zwölfseitigen Informationsvorlage den politischen Gremien präsentiert wird.

Als erste Grundschule soll die Regenbogenschule den Ganztagsbetrieb aufnehmen - vor allem deshalb, weil sie die bereits vorhandene, derzeit nicht ausgelastete Mensa im benachbarten Schulzentrum mitnutzen könnte. Die in der Regenbogenschule gesammelten Erfahrungen könnten dann bei der Umplanung der Brüder-Grimm-Schule in Letter und der Astrid-Lindgren-Schule in Lohnde genutzt werden. Nach Einschätzung des Arbeitskreises Schule, der sich aus Vertretern von Rat, Verwaltung sowie Leitungen von Schulen und Horten zusammensetzt, ist besonders der Standort Lohnde problematisch, weil es dort keinen Platz für die Schaffung der benötigten zusätzlichen Räume gibt (siehe Kasten).

Derzeit rechnet die Stadt damit, dass für die Regenbogenschule 17 weitere Räume geschaffen werden müssten. In Letter müssten sogar 23 zusätzliche Räume und eine Mensa gebaut werden, in Lohnde eine Mensa und zehn Räume. Dafür kalkuliert die Verwaltung einen zweistelligen Millionenbetrag, der zudem mit Krediten finanziert werden müsste.

Geld kostet auch der Betrieb der Ganztagsgrundschulen. Zwar trägt das Land Dreiviertel der Kosten. Auf die Stadt kämen jährliche Zuschüsse zu den Angeboten für die drei Schulen in Höhe von etwa 130 000 Euro zu, abhängig von der Zahl der teilnehmenden Schüler. Dazu kommen Kosten für Mittagsverpflegung und für den Transport der Kinder von der Außenstelle Almhorst nach Lohnde, für höherSachkosten und Betreuungspersonal in den Randzeiten. Die Stadt rechnet insgesamt mit rund 380.000 Euro, die sie aufbringen müsste. Der Betrag könnte reduziert werden, wenn Elternbeiträge erhoben würden. Allerdings könnte dies Auswirkungen auf die Teilnahme haben. Aktuell haben 44 Prozent der Eltern Interesse an Ganztagsangeboten bekundet.

Abriss von Bürgerhaus Lohnde?

Nach Einschätzung des Arbeitskreises Schule stehen in der Astrid-Lindgren-Schule keine geeigneten Räume für die Mittagsverpflegung zur Verfügung. Infrage käme nur die Umgestaltung von Räumen und der Einbau einer Küche im benachbarten Bürgerhaus. Das Gebäude ist allerdings sanierungsbedürftig. Der Arbeitskreis will deshalb prüfen lassen, ob das Bürgerhaus und die Mehrzweckhalle abgerissen werden können, ist der Vorlage der Verwaltung zu entnehmen. Auf dem Grundstück könnten eine Mensa sowie die zusätzlichen Räume für den Ganztagsbetrieb der Schule geschaffen werden. Außerdem soll eine neue Mehrzweckhalle mit Sitzungsräumen gebaut werden. Die Verwaltung hat einen Architekten mit einer Machbarkeitsstudie nebst Kostenschätzung beauftragt. tom

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