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Stadt engagiert auf Wohnungssuche für Flüchtlinge

Seelze Stadt engagiert auf Wohnungssuche für Flüchtlinge

In diesem Jahr hat die Stadt Seelze bereits 190 Flüchtlinge aufgenommen. In den nächsten Monaten kommen jeweils 50 weitere hinzu. Die Stadt bemüht sich, dezentral Wohnung für Flüchtlinge bereitzustellen. 

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Ist zufrieden mit der Flüchtlingsarbeit: Bürgermeister Detlef Schallhorn.

Quelle: Insa Catherine Hagemann

Seelze. „Wir sind weiter guter Dinge, dass wir sie dezentral unterbringen können“, sagt Bürgermeister Detlef Schallhorn. Von Anfang an bemüht sich die Stadt, dezentral Wohnungen für die Flüchtlinge bereitzustellen. Dieses Konzept sei aufgegangen, betont Schallhorn. Alle Beteiligten in der Stadt seien kreativ auf der Suche. So habe die Bundesbahn bereits ein Gebäude zur Verfügung gestellt, und mancher Vermieter habe andere Pläne hintangestellt, um zu helfen. Mittlerweile gebe es zudem Angebote aus den kleineren Stadtteilen. „Manchmal bekommen wir auch Unterkünfte auf Zeit, etwa für ein halbes Jahr - auch das kann eine Hilfe sein“, ergänzt Stadtsprecherin Martina Krapp. Die Flüchtlingszahlen aus den Balkanländern seien massiv rückläufig, erklärt Schallhorn. Einige Flüchtlinge mit einem syrischen Pass würden von den Dolmetschern indes nicht verstanden.

Der Bürgermeister rechnet damit, dass mit dem geplanten Umbau des ehemaligen Getränkemarktes in Lohnde noch in diesem Jahr begonnen werden kann: „Der Bauunternehmer steht in den Startlöchern.“ Dort entstehen Wohnungen für voraussichtlich 25 Flüchtlinge. Schallhorn hofft, dass Ende des Jahres alles fertig ist. Eine weitere Unterkunft ist an der Uferstraße in Letter geplant, sie soll Platz für 20 bis 25 Menschen bieten. Der Baubeginn steht noch nicht fest. Dem Vorschlag von Bürgern, leer stehende städtische Gebäude an der Mühlenstraße zu nutzen, erteilte Schallhorn eine Absage. Die Häuser seien marode und müssten abgerissen werden.

Ein gelegentlich massives Polizeiaufgebot vor einem Haus neben dem Chemieunternehmen Honeywell habe nichts mit problematischen Bewohnern zu tun, betonte der Bürgermeister - und reagierte damit auf ein in der Stadt kursierendes Gerücht. Das Haus stehe leer und werde von der Polizei als Trainingsstätte für die Hundeausbildung genutzt.

Von Thomas Tschörner

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Von Redakteur Thomas Tschörner

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