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Stadt muss mit Einschränkungen rechnen

Lohnde Stadt muss mit Einschränkungen rechnen

Die Stadt rechnet damit, weitere 1000 Schutzsuchende im neuen Jahr unterbringen zu müssen. Erstmals schließt Bürgermeister Detlef Schallhorn nicht mehr aus, dass dafür auch öffentliche Gebäude benötigt werden könnten.

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Wilfried Nickel und Sabine Lindmüller (Mitte) ehren Reinhard Menke (links) und Klaus Wesemann für ihren ehrenamtlichen Einsatz in Lohnde.

Quelle: Remmer

Lohnde. „Es wird nicht gehen ohne Einschränkungen für die Menschen“, sagte Detlef Schallhorn gestern Vormittag anlässlich des traditionellen Neujahrsempfangs im Lohnder Bürgerhaus. Auch wenn die Stadt mit mehr als 80 angemieteten Wohnungen inzwischen größter Wohnungsnehmer in Seelze sei, reichten die Kapazitäten für eine weitere dezentrale Unterbringung der angekündigten Flüchtlingszahlen nicht mehr aus. „Ich kann nicht versprechen, dass wir keine öffentlichen Gebäude wie Turnhallen oder das Bürgerhaus benötigen werden“, ergänzte der Rathauschef. Zuversichtlich zeigte sich Lohndes Ortsbürgermeister Wilfried Nickel beim Thema Flüchtlinge. „Wenn Integration gelingt, werden beide Seiten davon profitieren“, sagte der Sozialdemokrat. Sein Dank galt vor allem der „überragenden Unterstützung aus der Bevölkerung“. Gleichwohl kündigte Nickel aber auch an, wenn nötig Regeln aufzustellen. „In unserem Land ist kein Platz für Kriminalität“, erklärte Nickel.

Auch der geplante Bau des Mineralstoffhandels an der Hafenstraße beschäftigt die Lohnder in diesem Jahr weiter. „Wie immer man es auch nennt, offiziell heißt es nun Anlage zur Beseitigung von Abfällen. Und solange dort Schadstoffe verarbeitet werden sollen, kann das nicht gut für uns Lohnder sein“, stellte Nickel klar und versprach, an dem Fall dranzubleiben und sich gegen die Ansiedlung einzusetzen. „Das Hinauszögern seitens des Antragsstellers ist inkonsequent, man könnte von Amtsmissbrauch sprechen“, sagte der Ortsbürgermeister. Hilfreich könne das Hinzuziehen eines Rechtsanwalts sein, der die Interessen der Lohnder vertritt.

Nach Ansprachen, Rück- und Ausblicken standen zudem noch Ehrungen auf dem Programm des Neujahrsempfangs. Für ihren langjährigen ehrenamtliche Einsatz in verschiedenen Vereinen und Funktionen erhielten Klaus Wesemann, Reinhard Menke und Karl-Heinz Korpack einen Blumenstrauß und die Lohnder Ortschronik aus den Händen von Wilfried Nickel und seiner Stellvertreterin Sabine Lindmüller. Für die musikalische Begleitung des gut zweistündigen Empfangs sorgte der Neue Chor mit poppigen und rockigen Stücken.

Von Sandra Remmer

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