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Starpianistin krönt Abschluss des Musikfestivals

Seelze Starpianistin krönt Abschluss des Musikfestivals

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Sepp Herbergers Fußballweisheit gilt auch für das Musikfestival Seelze (MuSe). Denn am Montagabend haben die Macher Robert Leschik und Christoph Slaby zur Abschlussveranstaltung in Sankt Martin eingeladen und kamen nicht umhin, ihre Taktik und den Spielplan für die MuSe 2014 bekanntzugeben.

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Zwei Stars runden die diesjährige MuSe ab: Pianistin Luiza Borac aus Rumänien und ein 140 000 Euro teurer Steinway-Flügel - ein 1A-Klangerlebnis in Sankt Martin und i-Tüpfelchen eines gelungenen Musikfestivals.

Quelle: Christiane Mahnke

Seelze. Was wäre das Finale nur mit Worten, ohne Musik? Und so präsentierten die beiden den etwa 50 Gästen erneut die preisgekrönte Starpianistin Luiza Borac, die schon im Sommer zu Gast war. „Wir haben gleich zwei Stars auf der Bühne“, kündigte Moderator Werner Huckschlag an, ein ebenfalls erprobter MuSe-Mannschaftsspieler. Wie recht er hatte. Denn die Finger der aparten Rumänin wanderten mit Grazie und Leichtigkeit über den 140 000 Euro teuren Steinway-Flügel, der in Fachkreisen wegen seines Klangs als einer der brillantesten überhaupt gilt. Bei Schuberts Ave Maria erwies sich Boracs Spiel als ergreifend, einfühlsam und authentisch, weil sie es verstand, das Werk und seine Interpretation in den Mittelpunkt zu stellen und auf den bei manchen Starpianisten oft unnötig ausladenden und manchmal störenden Körpereinsatz verzichtete. Es ist dieses hohe Niveau, gepaart mit traditionellen Konzerten wie jenes unter der Flutbrücke, die die MuSe zu einem festen Begriff in und um Seelze gemacht haben, lautete Heiner Oelfkes Resümee beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus.

Sicher nicht das einzige Erfolgsgeheimnis. Denn: „Die Muse zeigt auch, dass freiwilliges Engagement in Seelze lebt“, sagte er in seinem Grußwort als Vertreter des erkrankten Bürgermeisters. Schirmherr Heiner Aller pflichtete ihm bei. „Es ist eine freiwillige Leistung, die Leschik und Slaby und mit ihnen viele Helfer und Sponsoren erbringen.“ Hinter den Dankesurkunden, die sie an die anwesenden Wohltäter verteilten, steckte mehr als die Anerkennung der finanziellen und tatkräftigen Unterstützung. Gespräche, Gesten und auch die Fotos von Helmut Bischoff von der MuSe-Reise Anfang September nach Warschau zeigten, dass aus den Unterstützern eine kleine MuSe-Familie geworden ist.

„Nächstes Jahr gibt es vom 14. bis 25. Juli Musik ohne Grenzen“, sagte Slaby. Mehr zur Breite denn in die Spitze tendieren die MuSe-Organisatoren. Will heißen: Eher mal Musik für ein größeres, auch gern junges Publikum, anstatt vieler kleiner, feiner Starkonzerte.

Christiane Mahnke

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