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Schmidt rügt Kirchenvorstand

Seelze Schmidt rügt Kirchenvorstand

Der Kirchenvorstand der Gemeinde St. Michael nehme seine Aufgaben als Leitungsgremium nicht wahr. Er müsse stärker die Verantwortung übernehmen. Mit deutlichen Worten kritisierte Superintendent Karl Ludwig Schmidt die Situation von St. Michael.

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Superintendent Karl Ludwig Schmidt lobt in seinem Bericht Pastor Andreas Hausfeld (rechts).

Quelle: Treeske Hönemann

Letter. Zwei Wochen lang hat sich der Superintendent in der evangelischen Gemeinde umgesehen, hat mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern gesprochen, Gruppen besucht, an Veranstaltungen teilgenommen. Im Gottesdienst gestern hat er seine Eindrücke der Visitation geschildert. Die Gemeinde habe viele Schätze, aber teilweise müssten sie noch gehoben werden.

Die Hauptamtlichen leisteten wunderbare Arbeit und übernähmen viel Verantwortung. Pastor Andreas Hausfeld zum Beispiel setze wichtige Impulse, gebe Orientierung und versuche, der großen Gemeinde eine Struktur zu geben. Er könnte sich aber mehr den geistlichen und diakonischen Aufgaben widmen, wenn der Kirchenvorstand als Leitungsgremium noch sichtbarer werde. „Er muss mehr Verantwortung übernehmen, weniger meckern, dafür mehr anpacken.“ Schmidt fand deutliche Worte für die Situation im Vorstand. Deren Mitglieder finden häufig keinen Konsens, sind zerstritten.

Jüngstes Beispiel: Nach dem Verkauf des Bodelschwinghhauses im vergangenen Jahr konnte sich der Vorstand immer noch nicht einigen, ob er einen beschränkten Architektenwettbewerb ausschreibt oder ein paar ausgewählte Architekten für Entwürfe beauftragt. Dabei drängt die Zeit. Die Gemeinde kann ihr Haus vielleicht nur noch bis September nutzen. Die Stadt will es abreißen und das Grundstück für den Neubau der Brüder-Grimm-Schule nutzen. Hausfeld, Vorsitzender des Vorstands, hofft auf eine Entscheidung vor der Sommerpause.

Die Gemeindeleitung, bestehend aus Pastor, Diakon, Kantor, Spielkreisleiterin, Sekretärin und Küsterin, brauche einfach mehr Unterstützung, damit die Gemeinde lebendig bleibt und die Hauptamtlichen sich nicht alleine fühlen, sagte Schmidt. „Die Gemeinde hat noch viel mehr Potenzial. Die Menschen in Letter brauchen eine diakonische Gemeinde, die sich ihrer Sorgen und Probleme annimmt.“

Seinen Bericht wird Schmidt dem Kirchenvorstand noch schriftlich übergeben. Das Gremium wird darüber im Juli diskutieren.

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Von Redakteur Treeske Hönemann

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