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Theater spielt mit viel Witz und Geist

Seelze, Theater spielt mit viel Witz und Geist

Die kleine bühne seelze probt seit Frühjahr die Komödie "Pamelas Traum" - die Premiere ist im Februar. Der Feinschliff fehlt allerdings noch.

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Geist Pamela (Sabine Stiller) ärgert sich über ihre beste Freundin (Petra Beuchel-Trapp), die ihrem Ehemann (Dieter Schmiedel) Avancen macht.

Quelle: Laura Fienemann

Seelze. An dieser Stelle muss die Krawatte gelockert, an jener muss lauter gesprochen und an der ein oder anderen Betonung noch gearbeitet werden. Das Gros der Arbeit haben die 20 Mitglieder des Amateurtheaters kleine bühne seelze aber schon hinter sich: Seit letztem Frühjahr proben sie die Komödie „Pamelas Traum“ von Jim McGinn, die Anfang Februar Premiere hat.

Der Bestatter Mr. Penworthy poliert gerade den Sarg, da stolpert Pamela auf die Bühne. Sie trägt ein Hawaii-Kleid mit Fransen und Blumenmuster. „Das hat ihr Mann für ihr Begräbnis ausgesucht?“, wundert sich Penworthy. Doch Pamela ist ein Geist: Viel zu früh bei einem Verkehrsunfall aus dem irdischen Leben geschieden, aber noch nicht von der Erde verschwunden. So muss sie mit ansehen, wie gleich drei ihrer Freundinnen ihrem vermögenden Mann Avancen machen.

Der liebe Gott, Petrus oder zu wem auch immer Penworthy da oben einen guten Draht hat, genehmigt der Verstorbenen noch eine Woche Aufschub, um ihre Angelegenheiten zu regeln, aber ist Pamela so leicht zu ersetzen?

Wie vielleicht jedes Theater begann auch die kleine bühne vor 70 Jahren mit dem Traum, die Bretter, die die Welt bedeuten, zu erobern. Aus einer Jugendgruppe der St.-Martin-Gemeinde bildete sich 1946 ein Laienspielkreis, der in den Fünfzigerjahren von Krippenspielen auf deutsche Klassiker umschwenkte. Der größte Erfolg des Ensembles war das Musical „Halleluja Billy“.

Nach einem kleinen Mitgliedertief und einer Schaffenspause formierte sich das Theater wieder. 1978 legte es seinen Laienstatus ab und erfand sich als Amateurtheater neu. Mit dem Namen kleine bühne seelze kam auch der Anspruch an Professionalität. Technik, Organisation, Proben und Aufführungen mussten ab jetzt ein gewisses Niveau haben. Seit 38 Jahren bringen die Schauspieler amüsante, aber auch nachdenkliche Stücke auf die Bühne. Viele sind schon Jahrzehnte dabei und können damit einige Bühnenerfahrung nachweisen.

„Pamelas Traum“ hat am Sonnabend, 6. Februar, um 19.30 Uhr, im Forum der Geschwister-Scholl-Schule Premiere. Weitere Termine sind im Internet auf kleine-buehne-seelze.de zu finden. Auf der Seite sind auch Vorbestellungen möglich. Für Erwachsene kosten die Karten 10?Euro im Vorverkauf und 12 Euro an der Abendkasse. Für Jugendliche sind die Preise 6 und 7 Euro.

Von Laura Fienemann

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