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Metzger wirbt in Japan für deutsche Wurst

Seelze Metzger wirbt in Japan für deutsche Wurst

Der Flug von Deutschland nach Japan dauert inklusive Umsteigen in London oder Paris fast einen ganzen Tag. Metzgermeister Thomas Moll aus Letter nimmt das gern ein- oder zweimal im Jahr auf sich, um in Fernost für deutsche Fleisch- und Wurstwaren zu werben.

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Thomas Moll vermittelt sein Wissen regelmäßig japanischen Fachleuten.

Quelle: privat

Letter. Thomas Moll ist seit Jahren freier Unternehmensberater und in Tochigi, einer japanischen Stadt in der Nähe von Tokio, der Berater für die Taki Zawa Ham-Gesellschaft. Gerade kommt der 49-jährige Fleischfachmann von einer zweieinhalbwöchigen und recht anstrengenden Japan-Tour zurück. Und die nächste ist bereits für den Herbst eingeplant.

Die Japaner haben einen Großbetrieb mit vier räumlich getrennten Produktionsstätten und sind durch Vermittlung eines alten Freundes der Familie, der heute in Kanada wirkt, auf den Letteraner aufmerksam geworden. Zu den Produkten, die die Japaner landesweit vertreiben, passen die Markenprodukte nach Rezepten made in Letter sehr gut, stellte sich heraus.

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Moll, der in jungen Jahren in Bayern als Geselle dazu gelernt hat, hat im Süden Deutschlands ein Weißwurstrezept entwickelt, das er mit großem Erfolg auch in Letter an die Kundschaft bringen konnte. Seinen Meisterbrief hat Moll in Augsburg gemacht und ist dann ins väterliche Geschäft von Leo Moll eingestiegen. Nachdem die Molls ein kleines Imperium von Filialen aufbauten, hat sich das Ehepaar Thomas und Natalie Moll heute auf einen Partyservice im Stammhaus an der Straße im Sande reduziert. Dort ist auch Cousin Matthias tätig. Jeden Mittwoch zum Markttag bieten die Molls ihre Spezialitäten an, für die sie früher reihenweise Medaillen einsackten.

Während Moll mit seiner japanischen Klientel gut zurecht kommt und auf Anerkennung rechnen darf, will er umgekehrt aber nicht unbedingt japanische Spezialitäten in sein Letter-Programm aufnehmen. Dabei können die Japaner durchaus schmackhafte Waren herstellen. Und es gibt ja auch durchaus japanische Küche hierzulande, wobei Fisch eine große Rolle spielt. Dagegen kennen die Japaner kaum Brot auf ihrer Speisekarte.

Im Juli macht das Ehepaar Moll, seit 16 Jahren vereint, zwei Wochen Ferien, bleibt aber im Lande. Tagestouren wollen die Molls dann machen ins Weserbergland, woher Gattin Natalie stammt, stehen auf dem Plan mit den beiden Töchtern, die gerade die Eltern mit recht guten Zeugnissen beglückt haben. Und dann ist es ja bald wieder soweit für den nächsten Japan-Flug, wo Moll auch einen ehemaligen Lehrling trifft, der vor vielen Jahren in Letter gelernt hat. Damals war Vater Leo noch Chef der Freien Fleischerinnung Hannover mit rund 330 Firmen in und rund um Hannover. „Jetzt sind wir gerade noch 60, bedauert Thomas Moll, der als Stellverteter in der Innung die Familientradition fort setzt.

Die Supermärkte sind halt eine schwere Konkurrenz auf dem Preissektor.

Von Wolfgang Rogl

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