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Die Leidenschaft ist jetzt der Beruf

Seelze Die Leidenschaft ist jetzt der Beruf

Die Feuerwehr ist sein ganzes Leben: Tim Kloppmann ist Berufsfeuerwehrmann und seit seiner Jugend in der Ortsfeuerwehr Letter aktiv. Einen Ausgleich bietet dem Gruppenführer und Atemschutzgerätewart die Zeit, die er mit seiner Familie verbringt.

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An seiner roten Weste erkennt man Tim Kloppmann im Einsatz als einen der Gruppenführer.

Quelle: Fienemann

Letter. Der Tag, an dem die Feuerwehrkarriere von Tim Kloppmann begann, war sein zehnter Geburtstag. Sein Vater schickte ihn zu Jugendfeuerwehr. "Fußball kam nicht in Frage, weil ich zwei linke Füße hatte", gibt Kloppmann zu und grinst. Seitdem sind 25 Jahre vergangen. Das viertel Jahrhundert hat der gebürtige Letteraner der Feuerwehr gewidmet.

Sechs Jahre hat er in der Jugendfeuerwehr mitgemacht, ist gewechselt in zu den Aktiven und hat seine Leidenschaft schließlich zu seinem Beruf gemacht. Bei der Berufsfeuerwehr in Hannover fährt Kloppmann ein Dutzend Einsätze am Tag, aber das war für ihn kein Grund, bei der Ortsfeuerwehr aufzuhören. Im Gegenteil: Kloppmann bereichert mit seiner Berufsexpertise die freiwilligen Helfer, verbessert die Taktiken, nutzt seine beruflichen Lehrgänge, um das Wissen in Lehrgängen an die Einheit in Letter weiterzugeben, und er hilft bei der Modernisierung.

In der Ortsfeuerwehr ist es Kloppmann wichtig, etwas für die Dorfgemeinschaft und den Schutz des Ortes zu tun. Sein Engagement ist abwechslungsreich: Seit 2006 hat der 35-Jährige die Position des Gruppenführers inne: Er führt im Einsatz eine taktische Einheit, sorgt für ihre Sicherheit, gibt Befehle und erkundet vor Ort die Lage. Zudem ist Kloppmann für Verwaltungsdinge zuständig, erstellt Feuerwehrpläne, erfasst Dienststunden und organisiert das Sportprogramm. Bei Veranstaltungen übernimmt er Brandschutzwachen. Darüber hinaus pflegt er als Atemschutzgerätewart die lebenswichtigen Geräte und bildet die Feuerwehrleute daran aus. 

350 Stunden steckt er pro Jahr in sein Hobby. "Man nimmt etwas für sein Leben mit", sagt Kloppmann. Er habe gelernt, vor Gruppen zu sprechen, den Mut zu haben, eigene Ideen einzubringen, aber auch Kritik einzustecken und mit den 50 sehr unterschiedlichen Charakteren in seiner Einheit umzugehen. Das macht ihm am meisten Spaß. Kameradschaft ist ihm wichtig. Seine Ehefrau Marina, die Tochter von Ortsbrandmeister Thomas Landmann, hat er  - wie könnte es anders sein  - bei der Feuerwehr kennengelernt. Zusammen haben sie zwei Söhne, den vierjährigen Finn und den sieben Monate alten Jonas. Ob sie in die Fußstapfen ihrer Eltern treten, soll später ihre freie Entscheidung sein. Kloppmann wird nicht wie sein Vater sagen: Du gehst jetzt zur Jugendfeuerwehr. Die Zeiten ändern sich.

Von Laura Fienemann

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