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Tourismus-Konzept für Mittellandkanal fällt ins Wasser

Seelze Tourismus-Konzept für Mittellandkanal fällt ins Wasser

Um mehr Touristen nach Seelze zu locken, hatten Region und Stadt 2014 große Pläne: Stege für Kanuten, bessere Wege für Radfahrer und Aussichtspunkte sollten am Mittellandkanal entstehen. Geschehen hat sich seitdem nichts. Der klammen Stadt fehlt das Geld, um die Vorschläge des „Gesamtkonzepts wasserbezogener Naherholung“ umzusetzen.

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Ein kleiner Anfang: Die Marina Rasche Werft in Lohnde hat einige Angebote für die Naherholung auf dem Wasser. Hürter

Quelle: Rebecca Hürter

Seelze. In enger Zusammenarbeit mit den Kommunen wurden in dem Konzept der Region Ideen für den Ausbau der Naherholungsinfrastruktur an Flüssen, Bächen, Kanälen und Seen festgehalten. Für den Mittellandkanal in Seelze wurde unter anderem vorgeschlagen, dass Orte zum Verweilen mit Sitzgelegenheiten und Bootsstellen geschaffen und die Betriebswege verbessert werden. Zudem könnten an der Leine Angebote für den nicht motorisierten Bootssport entstehen.

„Wir würden uns freuen, wenn wir die Vorschläge umsetzen könnten“, betont Stadtsprecherin Andrea Kaemmerer, „das würde die Umgebung für Seelzer und Besucher attraktiver machen.“ Die Stadt könne sich diesen Luxus jedoch nicht leisten, weil der Haushalt unterfinanziert sei. Auch wenn Fördergeld für die Planung und Umsetzung der Projekte beantragt werden könnte, könne die Stadt als sogenannte Bedarfskommune derzeit nicht den erforderlichen Eigenanteil für die freiwilligen Leistungen aufbringen. Seelze erhält Bedarfszuweisungen und eine Stabilisierungshilfe vom Land. Deshalb muss die Stadt nach Angaben von Kaemmerer ihre Anstrengungen nachweisen, Geld einzusparen.

Ob die Pläne zur Erweiterung des Freizeitangebots und zur Verschönerung der Landschaft in Zukunft umgesetzt werden, bleibt ungewiss. Bis dahin können sich die Seelzer zumindest über eine positive Entwicklung am Wasser freuen: Seit diesem Sommer vermietet die Marina Rasche Werft in Lohnde Motorboote. Auch ohne Bootsführerschein können nach Angaben von Frank Antefuhr drei kleinere Boote und ein Kajütboot für einige Stunden oder Tage ausgeliehen werden. „Wir möchten Menschen erreichen, die sonst mit Wassersport noch nichts zu tun haben“, sagt der Verwalter der Werft.

Neben den Motorbooten kann in Lohnde auch ein Ausflugsfloß gemietet werden. Für das Steuern des zehn Meter langen Floßes ist jedoch ein Bootsführerschein notwendig. Bis zu zwölf Personen können mit der „Leyla“ in See stechen.

Von Rebecca Hürter

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