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Finanzielle Lage der Stadt hat sich verbessert

Seelze Finanzielle Lage der Stadt hat sich verbessert

Die Stadt Seelze rechnet für den Haushaltsplan 2018 mit einem Defizit von rund 4,4 Millionen Euro, für 2017 wird mit einem Minus von 5,3 Millionen Euro kalkuliert. Der Erste Stadtrat Karsten Balzer, der auch Kämmerer ist, spricht von einer deutlichen Verbesserung der Finanzlage. Dennoch müsse weiter gespart werden.

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Die Verwaltung im Rathaus rechnet für 2018 mit einem städtischen Defizit von 4,4 Millionen Euro.

Quelle: Archiv

Seelze. Ein Traumjahr sei 2016 gewesen, sagte Balzer in der Ratssitzung am Donnerstagabend bei der Einbringung des Etatentwurfs für 2018. Die Stadt könne sich über ein Plus von 25,6 Millionen Euro freuen, nicht zuletzt durch die Stabilisierungshilfe von 22,4 Millionen Euro. Damit sei das Ergebnis um 12 Millionen Euro besser als im Haushaltsansatz erwartet. Als Gründe für die günstige Entwicklung nannte Balzer eine Gewerbesteuernachzahlung von 3,5 Millionen Euro und die weiterhin niedrigen Zinsen. Zudem hätten sich Investitionsvorhaben verzögert, und Reserven für Flüchtlinge seien nicht benötigt worden. Für 2017 sei mit einem Defizit von 5,3 Millionen Euro kalkuliert worden. Auch für dieses Jahr werde das Ergebnis besser sein.

In Seelze liefe es so gut wie lange nicht, sagte Balzer. In den vergangenen Jahre habe er prognostiziert, dass für die Stadt das Licht am Ende des Tunnels zu sehen sei. "Wenn es ein Licht am Ende des Tunnels gibt, warum treten wir dann auf die Bremse", fragte er. Noch seien die Gewerbesteuereinnahmen mit 10 Millionen Euro für Seelzer Verhältnisse auf einem Rekordhoch, die Flüchtlinge würden aber weiter Kosten verursachen. Allein in die Schulen würden in den nächsten zehn Jahren rund 50 Millionen Euro investiert. Für das Hallenbad in Letter zeichne sich ab, dass die bereitgestellten 250.000 Euro nicht annähernd reichen würden. Und gleichzeitig gebe es den Wunsch nach größeren Sporthallen. "Wir halten nicht Maß", warnte Balzer.

Die Kassenkredite seien mit aktuell 15 Millionen Euro so niedrig wie noch nie in Seelze. Für 2018 erwartet Balzer rund 9,5 Millionen Euro an Gewerbesteuern, davon sind 400.000 Euro der Erhöhung der Steuersätze geschuldet. Die Grundsteuereinnahmen bezifferte er auf etwa 8,2 Millionen Euro, davon 700.000 Euro durch höhere Hebesätze. Unter den Ausgaben ist die Regionsumlage mit 14,6 Millionen Euro ein großer Posten. Für die Kassenkredite sind Zinsen von 65.000 Euro zu zahlen. Im Moment müsse die Stadt keine Zinsen zahlen. Falls sich dies in naher Zukunft ändern sollte, fielen für jedes Prozent rund 150.000 Euro an. Für Investitionskredite zahlt die Stadt Zinsen in Höhe von 2,1 Millionen Euro. 2021 würden des 3 Millionen Euro sein. Insgesamt sei die Ausgangssituation gut. Allerdings gebe es kritische Fragen. "Das Land will wissen, warum wir 25 Millionen Euro nur für die Grundschulen kalkulieren." Die neue IGS werde 8 bis 9 Millionen Euro kosten. "Das weiß das Land noch nicht."

Über den Etat werden in den nächsten Wochen die politischen Gremien beraten. Das Finanzpaket wird dann voraussichtlich im November vom Rat beschlossen.

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Hat die Zinsen im Blick: Der Erste Stadtrat Karsten Balzer ist Seelzes Kämmerer.

Quelle: Gerrit Pfennig (Archiv)
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