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Unterkünfte für Flüchtlinge werden knapp

Seelze Unterkünfte für Flüchtlinge werden knapp

In Seelze gibt es kaum noch Unterkünfte für Flüchtlinge. Bürgermeister Detlef Schallhorn schließt deshalb nicht aus, dass die Stadt bald eine Turnhalle für die Unterbringung der Menschen nutzen muss, wenn der Zustrom anhält.

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Die Stadt Seelze gelangt an ihre Grenzen bei der Unterbringung der Flüchtlinge.

Quelle: Symbolbild

Seelze. Bislang hatte die Obentrautstadt alle Asylbewerber unterbringen können, meist dezentral in Wohnungen. Angesichts der angekündigten Zahl von 1000 Flüchtlingen, die Seelze in diesem Jahr aufnehmen soll, hatte die Verwaltung eine Reihe von Informationsabenden gestartet. Das Interesse sei groß, die Räume seien meist proppenvoll gewesen, sagte Schallhorn. „Das ist genau der richtige Weg, die Menschen zu informieren, ohne die Situation zu beschönigen.“ Die überwiegende Mehrheit der Seelzer sei sachlich mit dem Thema umgegangen.

Jetzt stößt die Stadt zunehmend an ihre Grenzen. „Es wird langsam eng“, sagte Schallhorn. Ein Grund sei, dass die im Januar gekommenen knapp 80 Menschen noch zum Kontingent von 2015 gehörten. Damit stünde nach wie vor die Zahl von 380 Asylbewerbern für das erste Quartal im Raum. „Wenn diese Menschen tatsächlich zu uns kommen, können wir nur mit Übergangslösungen reagieren.“ Schallhorn spricht von einer „großen Einheit“ wie zum Beispiel einer Sporthalle.

„Wir versuchen immer noch, das zu vermeiden“, betonte der Bürgermeister. Die Stadt suche nach wie vor freien Wohnraum. Der Vermieter entscheide über die Dauer, die künftigen Bewohner und die Konditionen.

Eine denkbare Alternative seien die von der Region Hannover den Kommunen angebotenen Modulbauten. Dies sei aber keine kurzfristige Hilfe, sagte Schallhorn. Die Region habe einen Vertragsentwurf vorgelegt, über den in Kürze die politischen Gremien der Stadt beraten. Doch selbst wenn die Stadt schnell entscheide, könne die Region die Bauten frühestens im letzten Quartal 2016 bezugsfertig haben. Er rechne aber eher mit Frühjahr 2017. Dafür müsste aber ein geeignetes Grundstück vorhanden sein, das zudem für mindestens zehn Jahre zur Verfügung stehe. Dies habe unter Umständen Auswirkungen auf die Stadtentwicklung. Unklar sei auch die genaue Größenordnung des Bauwerks, die wiederum Voraussetzungen an das Grundstück stelle. Kommunen, die Flächen haben, seien jetzt klar im Vorteil. „Das ist ein tolles Angebot der Region, aber keine schnelle Hilfe.“

Von Thomas Tschörner

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