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Unterschriften gegen Bahnlärm

Seelze Unterschriften gegen Bahnlärm

Noch bis zum 30. Juni können Anwohner von Bahnstrecken beim Eisenbahn-Bundesamt auf Lärmbelästigungen Der Lohnder Stefan Gawel sieht darin eine einmalige Chance: Er hat deshalb in Eigenregie entlang der Bahnstrecke 550 Wurfzettel mit den wichtigsten Informationen an Haushalte verteilt. Allerdings ist der Fragebogen nur online verfügbar.

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Wohnungen liegen an der Straße Im Brünfeld in unmittelbarer Nähe der Bahnbrücke: Stefan Gawel verteilt dort Flugblätter zum Bahnlärm. Tschörner

Quelle: Thomas Tschörner

Lohnde. „Wenn Sie keinen Internetanschluss haben, bitten Sie Ihre Kinder oder Nachbarn für Sie entsprechende Angaben zu machen“, heißt es in dem Flugblatt.

Allerdings sei auch eine Bürgerbeteiligung per Post möglich, verweist Gawel auf Zeitungsberichte. Seine Anfrage beim Eisenbahn-Bundesamt habe aber ergeben, dass es keinen entsprechenden Fragebogen zum Ausdrucken gibt. Der Lohnder hat deshalb auf Grundlage der Online-Befragung in Eigenarbeit einen Fragebogen erstellt und will einige Exemplare beim örtlichen Bäcker auslegen.

„Offensichtlich hat die Bahn kein großes Interesse an einer breiten Erhebung, denn bisher war die Öffentlichkeitsarbeit zu dieser einmaligen Chance einer Bürgerbeteiligung gleich null“, bemängelt Gawel. „Oder hatten Sie vor dem Artikel der HAZ beziehungsweise diesem Schreiben schon etwas von der Aktion gehört?“ Deshalb gelte es, jetzt erst recht aktiv zu werden. Nur wer selbst etwas unternehme, könne erwarten, dass sich etwas ändere.

Das Eisenbahn-Bundesamt hat bislang den Schall, der von den Bahntrassen ausgeht, am Computer berechnet und auf Grundlage dieser Daten sogenannte Lärmkarten erstellt. Dabei wurde die Anzahl der Züge ebenso registriert wie deren Tempo, Uhrzeiten und Bremsarten. Wie sehr die Anwohner unter dem Lärm leiden, blieb dabei außen vor. Dies soll mit der laufenden Bürgerbeteiligung ermittelt werden. Die Anlieger können dabei ankreuzen, wie sehr sie sich vom Lärm allgemein und speziell vom Bahnlärm gestört oder belästigt fühlen und welche Geräuscharten der Züge, wie beispielsweise das Bremsen, als besonders störend gewertet werden. Gefragt wird auch, ob der Krach bei bestimmten Situationen in den eigenen vier Wänden, wie Telefonieren, Fernsehen oder Schlafen, in den vergangenen zwölf Monaten besonders stark gestört hat. Außerdem will die Behörde wissen, welche anderen Lärmquellen das Leben beeinträchtigt haben.

Von Thomas Tschörner

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