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Unterstützerkreis sucht noch Paten für Flüchtlinge

Lohnde Unterstützerkreis sucht noch Paten für Flüchtlinge

Etwa 20 Helfer engagieren sich im Unterstützerkreis für die Integration der Flüchtlige, die eine Bleibe im ehemaligen Getränkemarkt gefunden haben. Auch Politiker, Feuerwehr, Turnverein und Pfadfinder unterstützen die Arbeit. Jetzt suchen die Helfer Paten für eine Mutter von Drillingen.

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Das ganze Dorf ist enger zusammengewachsen“:
Die Bewohner des ehemaligen Getränkemarktes treffen sich mit einigen Paten am Lohnder Kiesteich.
privat

Quelle: privat

Lohnde. Kurz vor Ostern beobachteten die Lohnder, wie sechs Familien aus Syrien in die Wohnungen im ehemaligen Getränkemarkt einzogen. Als Georg Korpack den neuen Nachbarn seine Hilfe anbot, entdeckte er, dass einige Lohnder die Syrer regelmäßig besuchten. Um den Geflüchteten das Ankommen in der neuen Nachbarschaft zu erleichtern, schlossen sich etwa 20 Helfer zu einem Unterstützerkreis zusammen. „Wir wollten, dass sie sich von Anfang an in Lohnde wohlfühlen“, sagt Korpack. Als erste Aktion wurden Gardinen vor den Fenstern aufgehängt. Zuvor benutzten die Syrer Decken, um die Schlafzimmer zu verdunkeln.

Das Hauptziel des Unterstützerkreises ist von Anfang an die Integration ins Dorfleben: Gemeinsam mit Vertretern aus der Politik, der Feuerwehr, dem Turnverein und den Pfadfindern werden regelmäßig interkulturelle Treffen organisiert, beispielsweise im Bürgerhaus oder am Lohnder Kiesteich.

„Die Ideen sind in der Gemeinschaft gewachsen“, erzählt Korpack. Einige Mitglieder des Unterstützerkreises haben Patenschaften für eine Familie übernommen und helfen bei anfallenden Problemen. An dem dreimal in der Woche stattfindenden Deutschunterricht nehmen mittlerweile 22 Geflüchtete teil. Zurzeit wird eine Unterrichtseinheit zur Verkehrserziehung mit der Kontaktbeamtin Melanie Schriefer geplant.

„Wir haben Hilfe zur Selbsthilfe gegeben“, sagt Korpack. Die intensive Unterstützung sei jetzt schon nicht mehr so nötig wie am Anfang, weil die Geflüchteten schon gut ins Dorfleben integriert wurden. „Die ganze Dorfgemeinschaft ist enger zusammengewachsen“, meint Korpack. Auch wenn die Unterstützung manchmal anstrengend sei, komme sehr viel zurück. Die Begrüßung bei den Besuchen im ehemaligen Getränkemarkt sei immer sehr herzlich und freundschaftlich. „Wir fühlen uns dort sehr wohl. Die Gastfreundschaft ist groß“, betont Korpack.

Der Unterstützerkreis sucht noch Hilfe für die Mutter der zehn Monate alten Drillinge Sara, Fares und Youssef. Wer Interesse hat, kann sich bei Georg Korpack melden: (0 51 37) 40 24.

Von Rebecca Hürter

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