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Rundum denken bei der Hilfe

Seelze Rundum denken bei der Hilfe

Der Verein 360 Grad hat sich mit seinem Beratungsangebot im sozialen Haus gegenüber dem Rathaus Seelze etabliert. Seit vier Monaten helfen die Mitarbeiter Menschen mit seelischen oder psychosozialen Problemen, wieder eine Perspektive zu bekommen.

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Suchtberater Andreas Lorbeer hat gut zu tun.

Quelle: Treeske Hönemann

Seelze. Der Verein aus Hannover ist seit April Mieter des sozialen Hauses. Er hat die Räume übernommen, die das DRK Seelze aufgegeben hat, weil es sich auf seinen Standort am Weizenkamp konzentrieren wollte. Der Seminarraum wurde zu einem Multifunktionsraum. Der Internationale Kinderchor Seelze darf darin weiterhin üben. Der Verein kooperiert mit der Firma Yoga-Style. Drei Kurse sind mittlerweile ausgebucht. Eine weitere Zusammenarbeit gibt es mit einer Anwaltskanzlei, die in dem Raum Mitarbeiter zu Mediatoren schult.

Der Name 360 Grad ist Programm. „Wir denken eben rundherum und schauen, wie wir helfen können“, sagt Sucht- und Soziotherapeut Andreas Lorbeer, der in Dedensen wohnt. Die Filiale in Seelze sei eine Anlaufstelle zur sozialen Integration für Menschen aus Seelze, Garbsen und Barsinghausen. Der Verein arbeite mit dem Jobcenter, dem Sozialamt, der Schuldnerberatung, Anwälten und Firmen zusammen.

Sozialarbeiterin Antje Flemming ist montags und mittwochs im sozialen Haus anzutreffen. Lorbeer bietet mittwochs eine Sprechstunde an. Ab Oktober kommt eine weitere Kollegin hinzu, sodass 360 Grad von montags bis freitags in Seelze vertreten ist. Ihre Aufgaben: Sie kümmern sich um Klienten, die keine Arbeit finden, ihre Wohnung verlieren oder sonst mit ihrem Leben nicht klarkommen, weil sie eine Depression haben, unter einem Trauma oder häuslicher Gewalt leiden, eine Psychose haben oder ein Suchtproblem. „Der Bedarf an Beratung ist größer geworden. Das Gute ist, dass Behörden die Leute zu uns schicken. Wir wollen schnell helfen und gegebenenfalls die Wartezeit auf einen Therapieplatz verkürzen“, sagt Lorbeer. Zum Angebot gehöre auch ambulant betreutes Wohnen und die Vermittlung eines Praktikumsplatzes über befreundete Unternehmer. „Wer einen Job findet und sogar übernommen wird, erfährt wieder Wertschätzung und wird selbstbewusster.“

Geplant ist, ein Freizeitprogramm mit Wanderungen, Sport und Kino aufzulegen. Auch in die Arbeit mit Flüchtlingen will sich 360 Grad einbringen.

Von Treeske Hönemann

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