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Verein will Friedhofskultur erneuern

Seelze Verein will Friedhofskultur erneuern

Der Verein Dorfgemeinschaft Almhorst, der vor rund einem Jahr die Friedhofskapelle von der Stadt übernommen hat, zieht eine erste positive Bilanz. Wichtige Renovierungsarbeiten seien erledigt worden. Als wichtige Themen nennt der Verein die Erneuerung der Friedhofskultur und ein Kulturprogramm.

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Ortsbürgermeisterin Petra Cordes vor der Friedhofskapelle in Almhorst, die neu gestrichen worden ist.

Quelle: Thomas Tschörner

Almhorst. Der Verein stünde gut da, sagte die Vorsitzende Petra Cordes, die auch Almhorsts Ortsbürgermeisterin ist. Dringend erforderliche Renovierungsarbeiten an der Friedhofskapelle seien erledigt worden. So seien der Innen- und Außenbereich neu gestrichen, ein marodes Fenster erneuert und die Türen nachgestellt und repariert worden. Für die Besucher gebe es zudem neue Sitzkissen. "Die Kapelle ist wieder zu einem würdevollen Ort des Abschiednehmens geworden." Im vergangenen Jahr habe es neun Trauerfeiern gegeben. Die Nutzungsgebühr von 320 Euro liege dabei unter den Sätzen der Stadt, aber auch der Kirche.

Zum Tag des offenen Dorfes im September hat die Dorfgemeinschaft mit Hilfe von Stadtarchivar Norbert Saul und einiger geschichtsinteressierter Almhorster eine Chronik herausgebracht. Außerdem wurde eine kleine Ausstellung in der Gaststätte Rautenberg präsentiert. 

In diesem Jahr soll die Drainage an der Kapelle erneuert werden, damit das Regenwasser nicht länger über provisorische Rohre vom Gebäude weggeleitet werden muss. "Wichtiges Thema ist aber auch die Besinnung auf und die Erneuerung der Friedhofskultur." Cordes sieht mit Bedauern die gesellschaftliche Entwicklung, bei der alte Werte nichts mehr zählten und die Kultur immer mehr preisgegeben würde. Auf dem Friedhof gebe es deshalb immer mehr brachliegende Stellen.

Allerdings müsse die Stadt auch die Regeln ändern und etwa Memoriam-Gärten zulassen. Dabei handelt es sich um gestaltete Flächen auf denen Beisetzungen möglich sind, ohne dass die Angehörigen Arbeit mit der Pflege hätten. "Die meisten älteren Leute wollen ihren Angehörigen nicht zur Last fallen." Vielfach werde deshalb nur noch möglichst preiswert beerdigt. Die Dorfgemeinschaft wolle sich deshalb Musterfriedhöfe anschauen und sehen, was davon in Almhorst realisiert werden könnte.

Dorfgemeinschaft Almhorst - Verein für Dorfentwicklung und -gestaltung: Erste Überlegungen, die Kapelle von einem Verein übernehmen zu lassen, hatten Ortsratsmitglied Frank Korte und Ortsbürgermeisterin Petra Cordes bereits 2012 an die Stadt herangetragen. Die Umsetzung brauchte aber Zeit. Im November 2014 wurde schließlich der Verein gegründet, der am 31. März 2015 den Erbpachtvertrag mit der Stadt für die Übernahme der Kapelle unterzeichnete. Aktuell hat der Verein 94 Mitglieder. Darunter sind auch die vier großen Vereine DRK, Feuerwehr, Turn- und Sportverein sowie MGV und Gemischter Chor, die auch jeweils einen Beisitzer als Vertreter im Vorstand stellen.

Von Thomas Tschörner

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