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Verein will Hallenbad erhalten

Letter Verein will Hallenbad erhalten

Gegen die von der Stadt vorgeschlagene Schließung des Hallenbades protestieren neben dem Trägerverein Die Qualle viele Seelzer. Unmut regt sich auch über die Erhöhung der Grundsteuer B von derzeit 490 auf 600 Prozentpunkte.

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Das Hallenbad Qualle ist vor allem bei Kindern beliebt, die dort Schwimmunterricht haben.

Quelle: Frank Oheim

Letter. In der Ratssitzung am Donnerstagabend hatte die Verwaltung ein umfangreiches Finanzpaket vorgestellt, das vor allem mit diversen Steuer- und Gebührenerhöhungen die Einnahmen der Stadt um 2,17 Millionen Euro verbessern soll. Das Papier beinhaltet aber auch eine Sparliste, die unter anderem die Aufgabe des Hallenbades Die Qualle vorsieht. Damit sollen nicht nur der jährliche Zuschuss von 115 000 Euro, sondern auch anstehende Sanierungen in Höhe von „mehreren Millionen“ Euro eingespart werden.

Gegen die Schließung des Hallenbades in Letter wehrt sich der Förderverein Die Qualle, der das Bad seit fast 20 Jahren ehrenamtlich betreibt. „Wir brauchen diese Schulschwimmhalle“, betont der Verein. In Seelze sollte jedes Kind das Schwimmen erlernen können, meinen die Vereinsvertreter und verweisen auf die Lage der Stadt an Leine, Mittelland- und Stichkanal sowie dem Lohnder Kiesteich. Der variable Hubboden im letterschen Hallenbad biete beste Voraussetzungen für einen guten Schulschwimmunterricht. Zudem sei die Qualle ein Familienbad.

Unterstützung erhält der Förderverein von zahlreichen Seelzern. Im sozialen Netzwerk Facebook hat sich am Sonnabend unter dem Aufruf „Rettet die Schulschwimmhalle Letter“ eine Gemeinschaft mit inzwischen rund 300 Sympathiebekundungen gebildet. Die Gruppe lädt für Freitag, 2. Oktober, 19 Uhr, in die Schwimmhalle ein, um über den aktuellen Stand zu informieren. Für den Erhalt des Bades setzen sich zudem diverse Schwimmgruppen ein.

Unmut ruft auch die geplante Erhöhung der Grundsteuer B hervor, die für die Stadtkasse Mehreinnahmen von 1,43 Millionen Euro bringen soll. Damit stiege die Grundsteuer für ein Einfamilienhaus mit 140 Quadratmetern Wohnfläche um 140 Euro auf 755 Euro, für eine 85-Quadratmeter-Wohnung um 55 auf 300 Euro - wie Kämmerer Karsten Balzer vorgerechnet hatte. Bislang konzentriert sich der darauf bezogene Protest der Seelzer auf Facebook-Beiträge und Kommentare in dem sozialen Netzwerk. Dort rügen mehrere Nutzer, dass die Steuererhöhung keine Einladung sei, nach Seelze zu ziehen, die Anhebung unverhältnismäßig hoch sei und vor allem nur die Bürger treffe, die Steuern zahlen.

Mit den Vorschlägen der Verwaltung werden sich jetzt die Fraktionen im Rat beschäftigen, die dann eine Entscheidung für den Haushalt treffen müssen.

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Letter

Der Förderverein Qualle und damit die Bürger in Letter dürfen hoffen. Vertreter der SPD-Fraktion im Rat kündigten bei einer Versammlung im Garten der Schwimmhalle an, erst einmal alle Fakten zusammenzutragen, bevor über eine Schließung diskutiert wird. Die Partei will sich zeitlich nicht von der Stadtverwaltung unter Druck setzen lassen.

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Von Redakteur Thomas Tschörner

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