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Verwaltung lehnt "Grünen Pfeil" an Ampeln ab

Seelze Verwaltung lehnt "Grünen Pfeil" an Ampeln ab

Die Anbringung von Grünen Pfeilen an Ampeln in Seelze, die Rechtsabbiegern auf bei Rot nach einem Halt die Weiterfahrt ermöglichen, lehnt die Verwaltung vor allem aus Sicherheitsgründen ab. Die SPD-Fraktion hatte eine Prüfung beantragt, ob der Grüne Pfeil nicht angeordnet werden könnte.

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Im benachbarten Garbsen gibt es an der Osterwalder Straße/Am Hechtkamp einen Grünen Pfeil.

Quelle: Markus Holz

Seelze. "Wir haben uns Kreuzungen im Stadtgebiet angeschaut", sagte SPD-Fraktionschef Alexander Masthoff. Masthoff betonte, dass der Fahrer bei "Rot" grundsätzlich an der Haltelinie halten müsse, und unter Umständen einen zweiten Halt an der Sichtlinie einlegen müsse - wenn etwa ein bevorrechtigter Verkehrsteilnehmer seine Fahrtrichtung kreuze oder die Sichtverhältnisse eingeschränkt seien. Die Verkehrsexperten der SPD, Erhard Klein aus Velber und Thorsten Massinger aus Dedensen, hätten aber generell die Anordnung eines Grünen Pfeils an einigen Stellen für möglich und machbar gehalten. 

Dies sieht die Stadtverwaltung anders. In einer Informationsvorlage, die am Mittwoch, 13. April, im Ausschuss für Bau und Umwelt präsentiert wird, führt die Verwaltung die Ampelanlagen der Stadt auf und nimmt sie einzeln unter die Lupe. "Unter Abwägung aller Vor- und Nachteile, insbesondere der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer wird die Anordnung des ,Grünen Pfeils' an den vorhandenen Lichtsignalanlagen abgelehnt." Die Verwaltung verweist auf ein Fazit des Dachverbandes Unfallforschung der Versicherer (UDV) aus dem Jahr 2014 zum 20. Jahrestags des Grünpfeils, der im März 1994 in die Straßenverkehrsordnung aufgenommen wurde. Danach verstoßen mehr als zwei Drittel der Autofahrer gegen die Haltevorschrift. Dies sei eine Gefahr für Fußgänger und Radfahrer, zitiert die Stadt den UDV.

Von dem Ergebnis ist Masthoff enttäuscht. Dabei ginge es gar nicht so sehr um die Ablehnung an sich. "Es gibt keine Angaben darüber, wie geprüft worden ist", bedauert er. Auch Beispielfälle vermisse er. Nicht zuletzt sei auch die Seelzer Polizeidienststelle offenbar nicht einbezogen worden. "Wir würden uns wünschen, dass die Verwaltung auch mal auf den Antragsteller zugeht und sich die Situation vor Ort anschaut." Es sei schwer vorstellbar, dass sämtliche Ampeln im Stadtgebiet für den Grünen Pfeil ungeeignet seien, auch wenn sich 2014 offenbar die gesetzlichen Regelungen für die Anordnungen verändert hätten.

Von Thomas Tschörner

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