Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Bahntrasse durch Seelze-Süd ist vom Tisch

Seelze Bahntrasse durch Seelze-Süd ist vom Tisch

Von dem Ausbau der ICE-Bahntrasse Hannover-Bielefeld ist Seelze-Süd offenbar nicht mehr betroffen. Eine Querung des Neubaugebiets, zunächst als eine Variante vorgesehen, solle nicht mehr geplant werden, teilen die Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth (CDU) und Matthias Miersch (SPD) mit.

Voriger Artikel
Brände verhindern und im Notfall löschen
Nächster Artikel
Integrationsfest: Die Premiere ist gelungen

Südlich der bestehenden Bahnanlagen hätte eine neue Trasse entstehen können, von der Seelze-Süd (im Hintergrund) betroffen gewesen wäre.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Die Arbeitsgruppe Verkehr und digitale Infrastruktur habe in drei Sondersitzungen Änderungen am Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 vorgenommen, berichtet Flachsbarth. Danach ist nicht mehr vorgesehen, eine Nebautrasse durch den Bereich Seelze-Süd zu führen. "Das ist schlicht ein Gebot der Vernunft", sagte Flachsbarth. Eine Bahntrasse in einem Neubaugebiet sei ein Ding der Unmöglichkeit.

"Es ist zwar nur eine Fußnote, aber eine wichtige, wenn es im Verkehrswegeplan nun heißt ,ohne Querung Seelze-Süd'", erklärte Miersch. Dies sei ferner ein weiteres Zeichen, dass den Beschluss des Rates der Stadt Seelze untermauere. Der Rat hat sich im April in einer Stellungnahme gegen eine ICE-Neubautrasse durch den Bereich Seelze-Süd ausgesprochen. Mit der Entscheidung, auf eine Neubautrasse zu verzichten, sei aber ein weiteres Signal für den Ausbau gesetzt worden. Miersch betont, dass das Bundesverkehrsministerium auf einem weiteren Zusatz bestanden habe: Danach müsse die für einen Deutschland-Takt erforderliche Fahrzeitverkürzung von voraussichtlich acht Minuten erreicht werden.

Bürgermeister Detlef Schallhorn sprach von einem großen Teilerfolg. "Die Argumente, die wir gegen eine Trasse durch den Bereich Seelze-Süd ins Feld gebracht haben, scheinen gewirkt zu haben." Eine Streckenführung im Bereich des Neubaugebiets hätte die Stadtentwicklung für die nächsten 100 Jahre negativ beeinflusst. "Gut, dass das geändert wurde." Allerdings sei Seelze damit noch nicht aus dem Schneider. Denn nun müsse über den Ausbau der vorhandenen Trasse gesprochen werden, für den noch keine Details feststehen. "Wir werden das Verfahren in einem kritischen Dialog begleiten." Ziel im Interesse der Menschen sei, die Belastung so gering wie möglich zu halten. "Wir müssen unser Fell so teuer wie möglich verkaufen", sagte der Bürgermeister.

Ausbau und Neubau: Nach dem Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 soll die Bahnstrecke Hannover–Minden verbessert werden. Die Rede ist von einer Zeitersparnis von acht Minuten. Dafür wurden zwei Möglichkeiten genannt: Den Ausbau der vorhandenen Trasse oder den Bau einer neuen Strecke. Für die Neubauvariante sollte in Letter eine neue zweigleisige Trasse abzweigen, um die vorhandenen Gleise zu entlasten. Die neue Trasse sollte dann nördlich von Harenberg und Döteberg durch den Bereich Seelze-Süd und weiter zwischen Almhorst und Almhorster Wald in Richtung Barsinghäuser Gebiet verlaufen. 

Von Thomas Tschörner

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sms57artkw1m1ujcerv
Adventswochenende klingt musikalisch aus

Fotostrecke Seelze: Adventswochenende klingt musikalisch aus