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Kastanienplatz: Veranstaltungen in Gefahr?

Seelze Kastanienplatz: Veranstaltungen in Gefahr?

Als Fläche für Veranstaltungen hat sich der Kastanienplatz bewährt. Doch ab diesem Frühjahr müssen sich die Ausrichter mit weniger Fläche in Letters Ortsmitte begnügen - oder umplanen. Grund ist die geforderte Aufstellfläche für die Drehleiter der Feuerwehr.

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Im Hintergrund laufen bereits die Diskussionen: Der Kastanienplatz kann in Zukunft aus Brandschutzgründen, die Feuerwehr muss durchgehend das oberste Stockwerk erreichen können, nicht wie bisher für Veranstaltungen genutzt werden.

Quelle: Hartung

Letter. Ob die Frühjahrsmesse am 24. April, der Flohmarkt im Juni oder das Kastanienfest im September: Mit dem Start der schönen Jahreszeiten beginnen auch wieder die in der Kernstadt und den Ortsteilen beliebten Veranstaltungen auf dem Kastanienplatz. Dort gibt es aber im wahrsten Sinne ein Platzproblem. Denn nach neuesten Brandschutzverordnungen muss eine rund 30 Quadratmeter Aufstellfläche freibleiben, damit die Feuerwehr im Notfall vom Kastanienplatz aus auf die Dachgeschosse zwischen den Hausnummern 12 bis 16 Zugriff hat.

"Das trifft uns hart für unser Kastanienfest, denn an dieser Stelle bauen wir immer die Bühne auf", sagt Rolf Hackbarth. Mit "wir" meint der Ortsbürgermeister von Letter die  Vertreter von Vereinen, Ortsrat und Gewerbe. In den Zuständigkeitsbereich dieser Kooperation fällt auch der Flohmarkt und der Weihnachtsmarkt. Die Gemeinschaft für Handel und Gewerbe in Seelze (HGS) wiederum organisiert die Frühjahrsmesse.

"Die Platz bleibt weiterhin für Veranstaltungen nutzbar", stellt Andrea Kaemmerer, Sprecherin der Stadt Seelze klar, "nur muss die Fläche frei bleiben, sonst können wir keine Genehmigungen erteilen." Bei einer Begehung habe die Feuerwehr kürzlich erhebliche Bedenken geäußert und eine Aufstellung von Zelten, Ständen oder Bühnen untersagt. "Beim Thema Brandschutz herrscht seit Jahren überall eine immer größere Vorsicht. Und für uns als Stadt hat die Sicherheit der Bewohner Vorrang", sagt Kaemmerer. Die Stadtsprecherin sieht aber Alternativen für die Betreiber. "Auf der Aufstellfläche darf ja etwas passieren - nur eben nicht fest installiert, da wären also diverse Aktionen möglich, deren Beseitigung sofort möglich ist". Ansonsten müssten sich die Veranstalter auf dem Platz nach Osten ausdehnen in Richtung der Straße Am Sande.

Dennoch: Hackbarth fürchtet um das traditionelle Kastanienfest, das es schon seit über 30 Jahren gibt. "Wir machen damit schon ein kleines Minus. Und das kann noch größer werden. Wenn wir nämlich jetzt noch die Standbetreiber, aus deren Spenden wir uns finanzieren, hinhalten müssen und diese dann lieber bei anderen Veranstaltungen zusagen." Klarheit, wie es weitergehen soll, erhofft sich der Ortsbürgermeister - der die Kapazität des Platzes ansonsten als ausgeschöpft ansieht und keine Erweiterung in Richtung Am Sande für möglich hält - am Montagabend bei der Ortsratsitzung (18.30 Uhr, Altes Rathaus). Eine entsprechende Anfrage hat er vorab an die Verwaltung geschickt.

Von Stephan Hartung

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