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Feuerwehr rettet Hunde aus verqualmten Haus

Seelze Feuerwehr rettet Hunde aus verqualmten Haus

Aus bislang ungeklärter Ursache ist am Freitag in Seelze gegen 15.15 Uhr in einem Mehrfamilienhaus an der Straße Im Distelwinkel ein Keller in Brand geraten. Bei der Evakuierung des Gebäudes stieß die Feuerwehr auf Widerstand. Weil noch Hunde im Haus waren, weigerten sich zwei Mieter, ins Freie zu gehen.

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Feuerwehrleute retten mehrere Hunde aus dem Mehrfamilienhaus.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Seelzes Feuerwehrleuten ist das Gebäude gut bekannt. Denn in dem Mehrfamilienhaus hat es in der Vergangenheit bereits mehrfach im Keller gebrannt. Seelzes Feuerwehr war mit einem Großaufgebot von insgesamt 55 Leuten im Einsatz. Neben der kompletten Ortsfeuerwehr Seelze wurde Letter zur Unterstützung angefordert, zusätzlich auch der Atemschutzrettungstrupp der Werkfeuerwehr Honeywell sowie der Atemschutzgerätewagen aus Ronnenberg. Wegen der benötigten Atemschutzgeräteträger waren Einsatzkräfte per Sirene nachalarmiert worden.

Wegen der starken Rauchentwicklung mussten die beiden anwesenden Bewohner zweier Wohnungen, ein Mann und eine Frau, das Gebäude verlassen. "Beide zeigten sich renitent und mussten mit Gewalt herausgetragen werden", sagte ein Feuerwehrmann. Grund waren offenbar mehrere kleine Hunde, die noch in den Räumen waren. Weil er sich ihrer Meinung nach nicht ausreichend um die Rettung der Vierbeiner gekümmert hatte, prügelte eine Frau auf einen Mann ein. Sie musste von Polizisten beruhigt werden. Wie sich herausstellte, war sie alkoholisiert. Ein Test ergab einen Wert von 1,7 Promille. Den Feuerwehrleuten gelang es schließlich, diverse Tiere, darunter auch Welpen, offenkundig unverletzt zu retten und in Transportboxen ins Freie zu bringen.

Durch die extreme Hitze wurden die Stromleitungen in dem Haus in Mitleidenschaft gezogen: Halteklammern aus Kunststoff und die Isolierungen schmolzen, berichtet Seelzes Stadtfeuerwehrsprecher Jens Köhler. Mehrere Kabel hingen ohne Isolierung von der Decke. Für die Feuerwehrleute bestand die Gefahr eines Stromschlags. Aus Gründen der Eigensicherung mussten die Feuerwehrleute das Gebäude verlassen, bis die Stadtwerke den Strom abstellten. Die Feuerwehr löschte von der Rückseite des Gebäudes von außen mit Schaum weiter. Nachdem der Strom abgestellt war, wurden die letzten Glutnester gelöscht.

Offenbar war altes Mobiliar und anderes Gerümpel in Brand geraten, sagte Köhler. Die Ursache ist noch unklar. Auch die Höhe des Schadens am Gebäude steht noch nicht fest. Verletzt wurde niemand. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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Von Thomas Tschörner

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