Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Wer bin ich, oder wer muss ich sein?

Letter Wer bin ich, oder wer muss ich sein?

Junge oder Mädchen - macht das einen Unterschied? Typisch männlich oder typisch weiblich - gibt es das? Sich durch das eigene Geschlecht nicht in eine bestimmte Rolle lenken zu lassen, darum ging es beim Mitmachparcours „Mischen ist Possible“ im Jugendzentrum.

Voriger Artikel
Astrid-Lindgren-Schule wird ausgezeichnet
Nächster Artikel
Anne-Frank-Schule wird zur Fahrradwerkstatt

Die Neuntklässler des Georg-
Büchner-
Gymnasiums haben ihre Antworten auf Kärtchen geschrieben.

Quelle: Remmer

Seelze. Junge oder Mädchen – macht das einen Unterschied? Typisch männlich oder typisch weiblich – gibt es das? Darum und um weitere Fragen rund um die Geschlechterrollen ging es bei „Mischen is Possible“, einem Mitmachangebot der städtischen Jugendpflege für die achten und neunten Klassen aller Schulformen. „Ziel des Projekts ist, dass die Jugendlichen lernen, dass niemand in eine Rolle schlüpfen muss, die durch sein Geschlecht von Geburt an festgelegt ist“, erklärte Renate Wötzel von der Jugendpflege. Obwohl das in der Praxis regelmäßig passiere. Schon von Geburt an werde zum Beispiel durch die Farbe der Kleidung ein Zeichen gesetzt. Aber: Warum soll ein Junge nicht zum Ballett gehen oder ein Mädchen nicht zum Fußball? „Es geht auch darum, Rollenvielfalt zu entdecken und Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen“, erläuterte Wötzel. Geschlechterrollen als veränderbar zu erkennen, dieser Prozess sollte in Gang gesetzt werden.

Zu Beginn des Vormittags galt es bei einem Quiz zunächst, Allgemeinwissen bezüglich der Geschlechtervielfalt zu beweisen. Fragen waren zum Beispiel: Wo gibt es mehr Erzieher, in Deutschland oder Skandinavien? Und seit wann dürfen Frauen in Deutschland wählen? Anschließend mussten die Schüler, getrennt nach Jungen und Mädchen, verschiedene Erwartungshaltungen ihres nächsten Umfelds herausfinden. Was erwarten meine Eltern von mir? So lautete die Frage, die an der ersten Pinnwand angebracht war. Die Schüler konnten aus verschiedenen vorgegebenen Antworten auswählen oder sich eigene Antworten ausdenken. Als Letztes stand die Frage, was sie von sich selbst erwarten. Einen guten Schulabschluss, die richtige Berufswahl, eine Familie gründen, Vereinbarkeit von Familie und Beruf waren zum Beispiel Aspekte, die sich auf der Tafel wiederfanden. Vor allem die Hauptschülerinnen hätten vermehrt Augenmerk auf Heiraten, Kinderkriegen und Familie gelegt, schildert Wötzel ihre Beobachtungen. Ihr persönlich sei zudem aufgefallen, dass Mädchen mehr Verantwortung zeigen als ihre männlichen Kollegen, die hingegen auch materielle Dinge wie ein schnelles und teures Auto zu fahren als wichtig empfanden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sms57artkw1m1ujcerv
Adventswochenende klingt musikalisch aus

Fotostrecke Seelze: Adventswochenende klingt musikalisch aus