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Willi Raabe rügt Knutfest

Seelze/Dedensen Willi Raabe rügt Knutfest

Die Party am Sonnabend, bei der in Dedensen ausrangierte Weihnachtsbäume verbrannt werden, ruft Seelzes Naturschutzbeauftragten Willi Raabe auf den Plan. „Jedes Feuer ist schlecht“, verweist Raabe auf den entstehenden Feinstaub.

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Naturschutzbeauftragter Willi Raabe kritisiert das geplante Feuer in Dedensen.

Quelle: Thomas Tschörner

Seelze. Bei ihrem Knutfest will die Ortsfeuerwehr Dedensen am Sonnabend, 9. Januar, ab 12 Uhr auch einen schwedischen Brauch pflegen und auf dem Festplatz wieder Weihnachtsbäume verbrennen. Die Stadt hat das Feuer genehmigt, will aber keine weiteren mehr zulassen. Bereits vor einigen Jahren hatte Willi Raabe die Aktion gerügt. Der ehrenamtliche Naturschutzbeauftragte der Region Hannover für das Gebiet der Stadt Seelze sieht in dem Feuer vor allem den Wunsch, sich nicht länger benötigter Tannenbäume zu entledigen. „Dafür gibt es bessere Möglichkeiten.“ So würden andernorts Weihnachtsbäume zu Mulch geschreddert und dabei gleichzeitig gefeiert. Und natürlich hole auch die Abfallentsorgungsgesellschaft Region Hannover kostenlos die ausgemusterten Bäume ab.

Raabe sorgt sich vor allem um die Umweltbelastung. „Silvester, Knutfest und dann die Osterfeuer - das ist zu viel in zu kurzer Zeit.“ Wenn er die Belastung durch Feinstaub und auch Gase etwa aus frischem Grün hochrechne, werde ihm schlecht. Statt sich um den Umweltschutz zu kümmern, machten die Menschen einfach weiter und setzten sogar noch einen drauf. Dies hatte Raabe auch beim Klimaschutzaktionsprogramm für die Stadt Seelze bemängelt. „Ich habe die Ernsthaftigkeit vermisst, überhaupt etwas fürs Klima zu tun.“ Stattdessen sei es nur ums Geld gegangen, nicht um eigenes Handeln. Der Naturschutzbeauftragte sieht die Kommunalpolitik in der Pflicht, die sich des Themas annehmen müsse.

Stadtsprecherin Martina Krapp betont dagegen, dass das Feuer in Dedensen noch zugelassen wurde, weil es bereits zur Tradition geworden sei. Ansonsten erlaube die Stadt nur noch Feuer für Brandschutzübungen und Osterfeuer. „Neue Feuer werden aus Klimaschutzgründen nicht mehr genehmigt.“

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