Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Müllers Hornissen brauchen Zweitwohnsitz

Seelze Müllers Hornissen brauchen Zweitwohnsitz

"Hornissen haben so einen schlechten Ruf, den haben sie gar nicht verdient", sagt Willi Raabe. Der ehrenamtliche Naturschutzbeauftragte der Region Hannover hat auf einem Privatgrundstück in Kanalnähe einen Hornissenstamm umgesiedelt. Die Tiere haben zwei Nistkästen für Meisen als Zuhause gewählt.

Voriger Artikel
Polizei: Radfahrer bringen sich oft selbst in Gefahr
Nächster Artikel
Welches Buch geht mit auf Reisen?

Willi Raabe siedelt die Hornissen erfolgreich um. Im Fall von Familie Müller haben die geschützten Insekten zwei Nistkästen belegt.

Quelle: Rebecca Hürter

Seelze. Richard und Siegrid Müller haben mit Willi Raabe Kontakt aufgenommen, weil sie wegen der Hornissen in ihrem Garten besorgt waren. "Die Enkelkinder kommen häufig zu Besuch, in unserem Garten ist immer was los", erzählt Siegrid Müller. Doch Raabe konnte ihnen einige ihrer Sorgen nehmen. "Die Angst vor Hornissen ist völlig unbegründet", betont er, "von alleine greifen die Tiere nicht an, das hat sich der Mensch ausgedacht."

Eine Gefahr besteht nach Angaben von Raabe nur dann, wenn nach den Hornissen geschlagen oder gepustet wird. Außerdem sei es in keinem Garten zu empfehlen, barfuß über den Rasen zu laufen. Denn wenn die Kräfte nachlassen, bewegen sich die älteren Bienen und Mücken auf dem Boden fort.

Wer einige Regeln beachtet, für den sind Hornissen im Garten nach Angaben des Naturfreundes kein Problem. "Hornissen sollte nicht der Anflug zu ihrer Wabe versperrt werden", sagt er. Dadurch, dass sie häufig schwere Lasten zu tragen haben, falle ihnen das Ausweichen sehr schwer. Deshalb hat Raabe die Vogelkästen etwa vier Meter hoch in die Bäume gehängt. Die Umsiedlung haben die Hornissen problemlos überstanden. Raabe auch.

Schon vor einiger Zeit hatten die Hornissen den ersten Nistkasten im Garten der Familie Müller für sich erobert. Knapp zehn Meter davon entfernt hängt der zweite Kasten, in dem sich die Hornissen gerade häuslich niederlassen. "Sie schleppen das ganze Moos heraus, um ihre Wabe zu bauen", erzählt Raabe. Er vermutet, dass sich die Hornissen aus Platzmangel einen Zweitwohnsitz einrichten: "Das ist eine sehr seltene Sache", sagt er.

doc6qocgxugnc9mw19diwn

Willi Raabe siedelt die Hornissen erfolgreich um. Im Fall von Familie Müller haben die geschützten Insekten zwei Nistkästen belegt.

Quelle: Rebecca Hürter

Von Rebecca Hürter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sl4tkiqsl1lqcnfizj
Anderen Menschen helfen: Eine Lebensaufgabe

Fotostrecke Seelze: Anderen Menschen helfen: Eine Lebensaufgabe