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Wird die Pastorenstelle in Döteberg gekürzt?

Döteberg/Harenberg Wird die Pastorenstelle in Döteberg gekürzt?

Seltener Besuch in Döteberg und Harenberg: Superintendent Karl Ludwig Schmidt hatte sich zur Visitation angesagt - und das passiert nur alle sechs Jahre.

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Pastor Nikolaus Kondschak, Ortsvorsteher Heinrich Meier und Superintendent Karl Ludwig Schmidt erkunden gemeinsam Döteberg.

Quelle: Remmer

Seelze. Nein, mit der für 2017 geplanten Kürzung der Pfarrstelle habe sein Besuch in Döteberg und Harenberg nichts zu tun, betonte Karl Ludwig Schmidt gleich zu Beginn des Dorfrundgangs in Döteberg. Vielmehr wolle er sich ein Bild von der örtlichen Gemeinde und dem Dorfbild machen, gab der für den Amtsbereich Nord-West zuständige Superintendent an. Doch so ganz fiel das Thema dann doch nicht unter den Tisch.

Zunächst einmal zeigte sich der Theologe sehr erfreut darüber, dass trotz des Dauerregens viele Döteberger den Weg zur Obentrautkapelle gefunden hatten, die als Startpunkt für den Rundgang auserkoren war. In Döteberg sei er ja schon aufgrund des Dorfjubiläums einmal gewesen und kenne es deswegen besser als Harenberg. Beide Gemeinden seien ihm als saubere Dörfer erschienen, die einen freundlichen Eindruck machten. Beeindruckt zeigte er sich von dem ehrenamtlichen Engagement in den sozialen Bereichen. Erkennbar sei auch ein gutes Miteinander von Vereinen, Feuerwehr und Politik.

Während des Spaziergangs nahm Schmidt sich zudem Zeit, mit den Dorfbewohnern ins Gespräch zu kommen. „Kirche ist ein wichtiger Bestandteil im Dorf. Ich habe Sorge, wenn es keine Kirche mehr gibt, könnten sich die Menschen irgendwelchen esoterischen Glaubensrichtungen anschließen. Ich wünschte mir, die Kirche würde hier wieder mehr gestärkt“, sagte eine Dötebergerin - womit die geplante Kürzung der Pfarrstelle dann doch Thema war. „Ich glaube nicht, dass die Visitation heute an der Entscheidung, meine Stelle hier zu kürzen, etwas ändert“, sagte Pastor Nikolaus Kondschak. Die Entscheidung werde im Stadtkirchenverband getroffen, und da gehe es um die Zahlen der Gemeindemitglieder, die schrumpfen. Wie oft dann ab 2017 in Döteberg und Harenberg sonntags dann noch die Glocken zum Gottesdienst läuten, ist derzeit noch ungewiss. Gemeindemitglieder und Kirchenvorstand hatten sich in der Vergangenheit mehrheitlich gegen die Kürzung der Stelle ausgesprochen und dies auch mit mehr als 800 gesammelten Unterschriften zum Ausdruck gebracht.

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