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Wohlfühlatmosphäre für Kinder beim Mittagessen

Letter Wohlfühlatmosphäre für Kinder beim Mittagessen

Gemeinsame Mahlzeiten sind mehr als reine Nahrungsaufnahme. Das zu vermitteln, hat sich das Betreuerteam des Kindertellers der Malteser zur Aufgabe gemacht.

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Ilse Plümecke (von links), Astrid Oelfke und Birgit Hünitzsch sorgen für eine ansprechende Atmosphäre beim Kinderteller.

Quelle: Sandra Remmer

Seelze. Die Servietten sind gefaltet, das Besteck eingedeckt, die Teller mit geschnittener Rohkost stehen parat: Alles ist vorbereitet. Während die Fischstäbchen in der Küche schon einen leckeren Duft verströmen, haben Astrid Oelfke, Birgit Hünitzsch und Ilse Plümecke die Tische gedeckt und für eine ansprechende Dekoration gesorgt. Es ist eine heimelige Atmosphäre, die die etwa 20 Kinder empfängt, die jeden Montag zu einem kostenlosen Mittagessen in den Keller der Brüder-Grimm-Schule kommen, wo der Kinderteller seit Einführung der Ganztagsschule untergekommen ist.

Bis zu den Sommerferien nutzte der Kinderteller die benachbarte Seniorentagesstätte an der Pestalozzistraße. Zu Spitzenzeiten konnten dort mehr als 50 Kinder verköstigt werden. Doch mit Beginn der Ganztagsschule werden die Räume dort nun von der Stadt als Mensa benötigt.

„Das ist schade. Die Zeit hier ist sehr knapp“, bedauert Astrid Oelfke. Während sie in der Seniorentagesstätte bis mindestens 14.30 Uhr bleiben konnten und so auch noch Zeit für Spiele und Hausaufgabenbetreuung hatten, müssen sie die Küche in der Schule um 14 Uhr verlassen, weil dann dort eine Arbeitsgemeinschaft angeboten wird. „Aber wir sind dennoch froh, dass wir überhaupt eine Bleibe gefunden haben“, sagt Wiltraud Potrawa von den Maltesern. Und der Bestimmung des Kindertellers, den Kindern Esskultur und gemeinsame Mahlzeiten zu vermitteln, steht das nicht im Wege. „Keine Handys, keine technischen Geräte. Und hier läuft auch kein Fernseher wie bei vielen zu Hause“, das seien die Regeln, sagt Volkmar Arnold, Mitbegründer des Kindertellers. Das kommt an. „Die Kinder sprechen uns auch auf der Straße an, wenn sie uns zufällig treffen“, berichtet Oelfke. Über den regelmäßigen Kontakt bauten viele von ihnen eine echte Bindung auf.

Von Sandra Remmer

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