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Frachtschiffe kollidieren auf Mittellandkanal

Unglück bei Seelze Frachtschiffe kollidieren auf Mittellandkanal

Auf dem Mittellandkanal bei Seelze sind am Sonntagnachmittag zwei Frachtschiffe kollidiert. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot in den Ortsteil Lohnde aus. Ein Schiff schlug leck, der Kanal musste gesperrt werden. Verletzte gab es bei dem Unglück nicht.

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Eines der beiden Schiffe ist leckgeschlagen.

Quelle: Uwe Dillenberg

Lohnde. Zwischen dem sogenannten Sicherheitstor und der Eisenbahnbrücke sind gestern kurz nach 15 Uhr die mit Kohle beladene „Weser“ und die „Elly“, die Getreide an Bord hat, zusammengeprallt. Beide Schiffe wurden dabei am Bug beschädigt, sagte Thorsten Wenig, Leiter des Außenbezirks Lohnde des Wasser- und Schifffahrtsamtes Braunschweig.

Erstaunlich sei, dass sowohl die „Weser“ als auch die „Elly“ an der Steuerbordseite, also der in Fahrtrichtung rechten Seite des Bugs in Mitleidenschaft gezogen wurden. „Auf dem Mittellandkanal gilt das Rechtsfahrgebot“, sagte Wenig. 

Auf dem Mittellandkanal bei Seelze sind zwei Frachtschiffe kollidiert. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot in den Seelzer Ortsteil Lohnde aus.

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Bei der Kollision entstanden bei der aus Elsfleth stammenden „Weser“, die rund 1100 Tonnen Kohle zum Kraftwerk nach Stöcken bringen wollte, zwei etwa handballgroße Lecks und mehrere Risse. Wasser lief in das Frachtschiff. Die Feuerwehren aus Lohnde, Dedensen und Seelze waren mit insgesamt 62 Leuten im Einsatz, darunter auch fünf Feuerwehrtaucher, berichtet Stadtfeuerwehrsprecher Jens Köhler. Die Taucher mussten jedoch nicht ins Wasser.

Es gelang den Feuerwehrleuten, die Lecks mit Holzkeilen provisorisch so gut abzudichten, dass kein weiteres Wasser mehr eindrang. Mit einer Tauchpumpe wurde das Wasser im Frachter entfernt. Um den beschädigten Teil des Bugs über die Wasserlinie zu bringen, wurden etwa 100 Tonnen Kohle mit zwei Baggern auf einen Parkplatz des Wasser- und Schifffahrtsamtes umgeladen. Der Bug des niederländischen Schiffes „Elly“ wurde ebenfalls beschädigt, es drang aber kein Wasser ein.

Nach den ersten Ermittlungen war die „Elly“ plötzlich quer gefahren, ein Ausweichmanöver misslang. Beide Schiffe beschädigten auch noch Spundwände des Kanals, der für die Dauer der Bergungsarbeiten gesperrt wurde. Verletzt wurde niemand.

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