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114 Flüchtlinge im Dorfgemeinschaftshaus

Köthenwald 114 Flüchtlinge im Dorfgemeinschaftshaus

Ein Zuhause auf Zeit: Das Klinikum Wahrendorff beherbergt jetzt 114 Flüchtlinge. Es ist das erste private Krankenhaus in Niedersachsen, dass die Asylbewerber aufnimmt.

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Notunterkunft in Köthenwald: Im Dorff-Gemeinschaftshaus und dem Nachbargebäude sind bis auf Weiteres 114 Flüchtlinge untergebracht.

Quelle: Eggers

Sehnde. Die Flüchtlinge sind am Dienstagnachmittag auf dem Klinikumsgelände angekommen. Die Registrierung und die Erstuntersuchung dauerten bis in die Nacht hinein. Mittlerweile wurden die Flüchtlinge im klinikeigenen Dorff-Gemeinschaftshaus und dem Nachbargebäude einquartiert. Wo sonst Symposien oder Veranstaltungen stattfinden, stehen jetzt Feldbetten. Für ein wenig Privatsphäre wurden am Mittwoch Trennwände aufgebaut. Für Kinder gibt es eine Malecke.

Das Klinikum hat überwiegend Familien aufgenommen. Sie kommen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Ein Drittel sind Kinder, das jüngste ist gerade einmal 14 Monate alt. Unter den Flüchtlingen ist auch eine Schwangere.

Im Klinikum sollen die Menschen vor allem zur Ruhe kommen und sich von den Strapazen der Flucht erholen. „Viele sind Hunderte Kilometer zu Fuß gegangen und sehr mitgenommen“, sagt Rainer Brase, Geschäftsführer des Klinikums.

Wahrendorff ist die erste private Klinik in Niedersachsen, die Flüchtlinge aufnimmt. „Es ist für uns ein Gebot der Menschlichkeit, hier Nothilfe zu leisten“, sagt Brase. Weil das Krankenhaus einen Schwerpunkt Transkulturelle Psychiatrie hat, verfügt es über medizinisches Fachpersonal aus unterschiedlichen Herkunftsländern und somit über Dolmetscher. „Wir stellen rund um die Uhr Ansprechpartner zur Verfügung“, sagt Brase. Es gibt zudem eine Nachtwache und einen Sicherheitsdienst, der keine unerwünschten Besucher in die Unterkünfte lässt.

Brase freut sich zudem, dass viele Mitarbeiter auch privat ihre Hilfe angeboten haben. „Das Engagement ist enorm“, sagt er. In den nächsten Tagen gehe es nun darum, für die Flüchtlinge eine psychosoziale Betreuung auf die Beine zu stellen und ihnen praktische Hilfe im Alltag anzubieten.

von Katja Eggers

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