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AfD reicht Beschwerde gegen KGS-Direktor ein

Sehnde AfD reicht Beschwerde gegen KGS-Direktor ein

Die AfD-Fraktion im Sehnder Rat hat eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Schulleiter der Kooperativen Gesamtschule (KGS), Carsten Milde, eingereicht: Grund seien dessen Äußerungen zu KGS-Erweiterung und Turnhallenneubau bei der Haushaltsberatung. Milde weist die Vorwürfe als "unsinnig und haltlos" zurück.

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Die AfD-Fraktion im Sehnder Rat hat gegen den Schulleiter der KGS Sehnde eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht.

Quelle: Oliver Kühn (Archiv)

Sehnde. Es sind schwere Geschütze, die AfD-Ratsherr Siegfried Reichert gegen den Schulleiter auffährt: "Herr Milde hat die KGS Sehnde einseitig politisch instrumentalisiert und die KGS-Internetseiten wie auch seine dienstliche E-Mail-Adresse für eine persönliche politische Meinungsbekundung missbräuchlich genutzt." Damit habe er die strikte Neutralität verletzt, zu der er aufgrund seiner beamtenrechtlichen Stellung verpflichtet sei. Zudem habe er in einer öffentlichen Stellungnahme die Position der AfD zu den Mehrkosten durch die Standortwahl für eine Turnhalle an der Chausseestraße "polemisch verzerrtund grundlegend entstellt".

 Milde zeigte sich auf Anfrage von dem Vorstoß der AfD wenig überrascht. Er sei nur verwundert, dass dies über die Öffentlichkeit geschehe: "Die Vorwürfe sind unsinnig und haltlos." Er habe in seiner Pressemitteilung gleich im ersten Satz betont, dass es ihm als Schulleiter nicht zukomme, die Haushaltsführung der Stadt Sehnde zu beurteilen. "Alles Weitere drehte sich aber um die Schulsituation, und dazu habe ich nur aus schulischer Sicht Stellung genommen", entgegnet Milde. Zudem stehe die gesamte Schulleitung hinter den Aussagen.

Es sei auch seine Aufgabe als Schulleiter, schulische Belange in der Öffentlichkeit zu vertreten. Parteipolitisch - Milde ist Ratsherr der Grünen im Lehrter Rat - sei er als Schulleiter aber neutral. Als solcher sei er nach wie vor der Meinung, dass die geplante Turnhalle kein "Luxusprojekt" sei, wie von der AfD bezeichnet, sondern eine Notwendigkeit für eine Schule: "Das ist keine Kür, sondern Pflicht."

 AfD-Ratsherr Siegfried Reichert argumentiert, seine Fraktion sei für die "Interessenwahrung und das Wohl aller Bürger Sehndes" angetreten und wolle eine Verschuldung zu Lasten zukünftiger Generationen verhindern. Mit der KGS-Erweiterung und dem Turnhallenneubau an einem neuen Standort leiste sich die Stadt aber ein "Luxusprojekt". Ein Wiederaufbau an alter Stelle würde der Stadt Millionen sparen und hätte aufgrund der Schulnähe viele Vorteile für die Schüler und Lehrer.

Milde hatte zu diesem Argument bereits im Vorfeld der Beratungen gesagt, dass die Entfernung von rund 400 Metern zum neuen Standort sowohl für Schüler als auch Lehrer kein Problem darstelle und im Gegenteil sogar Vorteile biete: Bei einem Turnhallenneubau an der Chausseestraße könnten die Sportlehrer im Unterricht zwischen der Halle und dem nahegelegenen Sportplatz wechseln.

Von Oliver Kühn

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