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AfD: Turnhallenneubau ist Luxusprojekt

Sehnde AfD: Turnhallenneubau ist Luxusprojekt

Die AfD im Rat der Stadt hat als einzige Fraktion den Haushalt für 2017 abgelehnt. Nun legt sie nach und bezeichnet die beschlossene Erweiterung der KGS und den Turnhallenneubau als "Luxusprojekt" - und stellt die Standortentscheidung infrage.

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Der Haushalt bleibe auch in den nächsten Jahren defizitär, meint die AfD - und stellt die millionenschwere Standortentscheidung für einen Sporthallenneubau in der Chausseestraße/Am Trendelkamp infrage.

Quelle: Katja Eggers (Archiv)

Sehnde. Der Rat habe für die nächsten Jahre einen defizitären Haushalt beschlossen, und auch für 2020 könne von schwarzen Zahlen, wie dies die Stadt kalkuliert, keine Rede sein, meint die AfD. In jenem Jahr sei bereits jetzt eine Kreditaufnahme von 3,4 Millionen Euro geplant. Dies sei "keine ordentliche Haushaltsführung", hatte der Vorsitzende Wolfgang Ostermeyer im Rat gesagt. Es gebe einen akuten Handlungsbedarf zur Sanierung der Sehnder Finanzen.

Der KGS-Erweiterung und dem Turnhallenneubau komme dabei eine Schlüsselrolle zu. "Hier leistet sich die Stadt ein Luxusprojekt", sagt Ostermeyer. Die Förderung des Breitensports sei aber letztlich eine freiwillige Aufgabe. Mit einem Wiederaufbau an alter Stelle würde die Stadt dagegen Millionen sparen und er hätte aufgrund der Schulnähe viele Vorteile für Schüler und Lehrer: "Wer sich ernsthaft die Haushaltssituation ansieht, kommt nicht umhin, die Standortentscheidung infrage zu stellen."

Das gebiete auch die Generationengerechtigkeit, weil eben diese Schüler die Verschuldung der Stadt in den nächsten Jahrzehnten abzahlen müssten. Der „Sportkomplex Chausseestraße" sei ein reines Prestigeprojekt, sagt Ostermeyer. Der Millionenbetrag dafür sei nicht zu rechtfertigen, weil an vielen anderen Stellen die Infrastruktur ausgebaut werden müsse. Dazu gehöre etwa der Ausbau zur Ganztagsgrundschule in Höver oder die Erweiterung von Hort- und Kitaplätzen.

Von Oliver Kühn

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