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Anwohner haben sich Grünstreifen einverleibt

Sehnde Anwohner haben sich Grünstreifen einverleibt

Anwohner des Wohngebiets Camp Hohenfels in Wehmingen haben mit der Stadt einen Pflegevertrag über einen Grünstreifen abgeschlossen - doch viele haben sich diesen inzwischen zu ihrem Grundstück einverleibt. Diese "Missstände" will die Stadt wieder rückgängig machen - oder die Eigentümer sollen die Flächen kaufen.

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Das Foto der Stadt belegt es: Schuppen und Holzlagerplatz gehören nicht zur Pflegevereinbarung für den Grünstreifen.

Quelle: Stadt Sehnde

Wehmingen. Die 14 Anwohner, mit denen die Stadt einen Vertrag hat, sollten den Grünstreifen pflegen, der einmal Ausgleichsfläche für ein anderes Baugebiet war. Damit sollte das neue Wohngebiet gestalterisch in das gewachsene Umfeld eingebunden werden. Doch offenbar haben es einige nicht so genau mit der Abtrennung genommen und die Fläche mittlerweile ihrem Grundstück zugeschlagen. Im Laufe der Jahre habe es immer wieder Probleme mit den Grünflächen gegeben, schreibt die Stadt in einer Stellungnahme - und hat das auch mit Fotos dokumentiert. Stellenweise finde eine Nutzung statt, die erheblich von den Pflegevereinbarungen abweiche: "Die Verwaltung beabsichtigt deshalb, diese Missstände anzugehen."

"Einige Anwohner haben den Grünstreifen zu stark vereinnahmt", bestätigt auch Ortsbürgermeister Olaf Kruse. Das sei ein Novum, so etwas gebe es sonst nicht in der Stadt. Das sieht auch der Ortsrat so, der den Antrag der Verwaltung auf eine Zurückführung in den ursprünglichen Zustand einhellig befürwortet hat. Kruse bedauert, dass bei der Ortsratssitzung keiner der Anwohner anwesend war und appelliert, dies bei der nächsten Sitzung nachzuholen.

Die Stadt will nun eine Bestandsaufnahme machen, wo städtische Flächen ungenehmigt genutzt werden. Diese Anwohner sollen angeschrieben und aufgefordert werden, diese in den vereinbarten Zustand zurückzuversetzen. Dabei seien zwei Maßnahmen denkbar: Die Pflegevereinbarungen werden gekündigt, wobei die Flächen in städtischem Besitz bleiben. Oder die Vertragspartner kaufen die Flächen, wobei die Zugänglichkeit aller rückwärtigen Grundstücke in städtischem Besitz gesichert sein müsse. Dafür müsste jedoch der Bebauungsplan geändert und eine Ausgleichsfläche an anderer Stelle gefunden werden. Dies würde durch den Verkaufspreis mitfinanziert werden.

Bis September will die Stadt die Kontrollen abgeschlossen haben und dem Ortsrat ihre Vorgehensweise vorstellen.

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Von Oliver Kühn

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