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Asyl: Stadt denkt über Neubau nach

Sehnde Asyl: Stadt denkt über Neubau nach

31 neue Flüchtlinge hat die Stadt Sehnde im Juni einquartiert. Weil die Kapazitäten knapp werden, steht die Stadt in Gesprächen mit Wohnungsbauunternehmen über eventuelle Neubauten.

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Wohin mit den Flüchtlingen? Die Stadt sucht Lösungen.

Quelle: Symbolbild (dpa)

Sehnde. „Der Juni war ein heftiger Monat“, resümiert Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke. 31 Flüchtlinge standen auf dem Sehnder Bahnhof und mussten untergebracht werden - mit einer Vorlaufzeit von nur fünf Tagen. „Die Wohnung muss dann schon bezugsfertig sein“, erläutert Lehrke. 127 Personen müssen bis zum September untergebracht werden. Für die nächste Quote rechnet Lehrke sogar mit mehr als 200 Flüchtlingen. Dabei gebe es noch Bewerber, die selbst nach einem halben Jahr in Sehnde noch immer keinen Asylantrag stellen konnten.

Er stehe deshalb in Gesprächen mit zwei Wohnungsbaugesellschaften, eventuell feste Häuser zu bauen, die man später zu günstige Mietwohnungen umbauen kann. Eine freies Grundstück für eine mehrgeschossige Bebauung gebe es. Denn Sporthallen etwa, so wie in Hannover, will Lehrke auf keinen Fall belegen: „Noch ist die Stimmung in der Stadt gut.“

Neun Asylsuchende sind zudem im ehemaligen Jugendfreizeitheim untergebracht, und in diesem Monat sollen die ersten ins Bundessortenamt in Rethmar ziehen. Auch die bis vor Kurzem leer stehende Gaststätte Hubertus in Ilten ist mit 15 Flüchtlingen fast vollständig belegt. Diese stammen aus Montenegro - eigentlich ein sicheres Herkunftsland. Deshalb fordern die Kommunen unisono eine schnellere Rückführungen in ihre Heimatländer. In Ilten kümmern sich 13 Ehrenamtliche um die Asylbewerber. Einige spielen schon beim MTV Volleyball, auch an dessen Mount-Hugo-Cup sollen sie teilnehmen.

Aber auch das Ehrenamtlichen-Netzwerk für Asylsuchende in Sehnde (ENAS) kann noch Unterstützung brauchen. „Wir benötigen dringend Fahrräder - und Beschäftigungen gegen die Langeweile“, sagt Laura Höfken vom Sachgebiet Soziales. Es gebe zwar 35 Ehrenamtliche in Sehnde - doch viele scheuten noch vor Patenschaften zur Alltagsbegleitung zurück. „Das ist sehr zeitintensiv.“ Aber auch Dolmetscher, vor allem für Serbisch und Arabisch, seien willkommen.

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