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B 65: Sanierung dauert bis Mitte November

Sehnde B 65: Sanierung dauert bis Mitte November

Die Arbeiten an der B 65 in Rethmar sorgen für mächtig Ärger: Nach dem Abfräsen des Asphalts wurde deutlich, dass eine umfangreichere Sanierung der Ortsdurchfahrt notwendig ist. Die Bauarbeiten werden deshalb nicht wie geplant Ende der Woche beendet sein. Sie sollen sich noch bis Mitte November hinziehen.

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Unter dem abgefrästen Belag der B 65 gucken die Pflastersteine hervor. Ursprünglich wollte die Landesbehörde hier nur eine neue Asphaltschicht aufbringen.

Quelle: Patricia Oswald-Kipper

Rethmar. Rainer Digwa, Besitzer des Gutshofs und des Dorfladens in Rethmar, macht seinem Ärger Luft: "Es kann nicht sein, dass die Ortsdurchfahrt jetzt noch länger gesperrt wird. Das ist eine Katastrophe", sagt er. Das habe finanzielle Ausfälle im fünfstelligen Eurobereich für den Dorfladen und für den Gutshof zur Folge, meint er. "Das ist ruinös für uns."

Seit gestern ist klar: So wie geplant kann die B 65 nicht saniert werden. Unter dem abgefrästen Asphalt fanden die Bauarbeiter am Montag altes Pflaster. Seit gestern steht nun fest, dass die Straße 40 bis 50 Zentimeter tief ausgekoffert werden muss. Die Arbeiten verlängern sich damit um rund 5 Wochen. "Wir hatten keine andere Möglichkeit. Denn wir haben jetzt erst festgestellt, mit welchem Untergrund wir es hier zu tun haben", sagt Friedhelm Fischer, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Solche Überraschungen könnten bei alten Straßen immer mal vorkommen. Anhand der Voruntersuchungen mit umfangreichen Bohrungen vor einigen Monaten sei das nicht absehbar gewesen. "Vermutlich wurde da an Stellen gebohrt, an denen der Untergrund eine andere, bessere Beschaffenheit hatte", sagt Fischer. Daher sei eine Sanierung von größerem Umfang auch gar nicht erwogen worden. Man habe zunächst einen Zeitraum von zwei Wochen für die Erneuerung der rund 10 Zentimeter dicken Asphaltschicht angesetzt.

Rethmars Ortsbürgermeister Matthias Jäntsch und sein Ortsratskollege Klaus-Walter Digwa können die Argumentation nicht nachvollziehen. "Im vergangenen Jahr hat man schon von einer weitreichenderen Sanierung der Ortsdurchfahrt gesprochen", sagt Jäntsch. Auch Klaus-Walter Digwa ist nach Gesprächen mit der Landesbehörde im Jahr 2016 davon ausgegangen, dass bei der Erneuerung der Ortsdurchfahrt Rethmar die Fahrbahn rund 70 Zentimeter tief ausgekoffert werden muss.

Selbst Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke hat sich jetzt eingeschaltet und bei der Landesbehörde Druck gemacht, damit die Arbeiten zügig fortgesetzt werden. Er kann den Ärger der Rethmarer verstehen: "Es ist nie gut, wenn sich Baumaßnahmen derart verzögern", sagt er.

Der ehemalige Bauunternehmer Rainer Digwa ist vor allem über die Planung der Arbeiten entsetzt. Die Vorgehensweise sei unprofessionell. "Man hätte sicher vorher feststellen können, in welchem Zustand die Fahrbahn ist", sagt er. Zudem hält er es auch für möglich, eine solche Sanierung mit einer halbseitigen Sperrung zu vollziehen.

Großräumige Umleitungen

Zunächst wird der östliche Teil der Ortsdurchfahrt Rethmar in Richtung Evern saniert. Die Landesbehörde kalkuliert dafür mit rund 14 Tagen. Anschließend wird an dem westlichen Abschnitt zwischen der Triftstraße und dem westlichem Ortsausgang Richtung Sehnde gearbeitet. Dafür sind noch einmal rund 3 Wochen eingeplant. Laut Friedhelm Fischer von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr werden die Straßenabschnitte dafür komplett gesperrt. Anlieger können im gesamten Zeitraum bis auf ein bis zwei Tage auf ihre Grundstücke fahren. Es sind bereits jetzt großräumige Umleitungen ausgeschildert. Diese sind auf der Website der Stadt Sehnde unter www.sehnde.de einsehbar. Der Schulbus- und Busverkehr läuft regulär - bis auf einen kleineren Umweg wird die Strecke wie bisher gefahren.

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Fotostrecke Sehnde: B 65: Sanierung dauert bis Mitte November

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Von Redakteur Patricia Oswald-Kipper

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