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Keramische Hütte: Stillstand bei Wohnprojekt

Sehnde Keramische Hütte: Stillstand bei Wohnprojekt

Erst machte der Investor Druck - jetzt herrscht Stillstand beim Wohnpark Keramische Hütte: Die für September geplanten Abrissarbeiten auf der Industriebrache ruhen - und die Stadt befürchtet Verzögerungen bis ins nächste Jahr.

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Still ruht der See: Ein Teil der alten Industriehallen sollte schon längst abgerissen sein.

Quelle: Oliver Kühn

Sehnde. Auf dem 28.000 Quadratmeter großen Gelände der ehemaligen Keramischen Hütte an der B 65 will der Investor Dolphin Trust aus Langenhagen Geschosswohnungen sowie Einzel und Doppelhäuser bauen, insgesamt mehr als 100 Wohneinheiten. Doch dafür müssen erst einmal die alten Industriehallen abgerissen werden. Warum sich diese Arbeiten nun verzögern, will das Unternehmen nicht sagen. "Dazu geben wir momentan keine Auskunft", sagt die zuständige Projektmanagerin. Man stehe intern vor Umstrukturierungen und stelle sich neu auf. Das ist erstaunlich - denn seit zwei Jahren wartet die Firma auf einen Baubeginn.

Auch auf der Internetseite des Unternehmens taucht der Wohnpark in Sehnde unter "Aktuelles" oder "Projekte" nicht auf. Selbst der Langenhagener Wirtschaftsförderer Jens Monsen kennt die Firma nicht: "Bisher gab es noch keine Berührungspunkte." Die Stadt Sehnde ist über den Stillstand verärgert - weiß aber auch keinen Grund. "Im Moment hakt die Kommunikation etwas", sagt Fachdienstleiter Godehard Kraft diplomatisch. "Das ist enttäuschend." Dabei habe die Verwaltung bei der Entwicklung des Bebauungsplans Tempo gemacht und sei Dolphin Trust entgegengekommen, indem sie auf Vorgaben wie etwa sozialen Wohnungsbau verzichtet habe.

Doch seitens des Investors fehle dieses Engagement derzeit. Das sei verwunderlich, denn in den vergangenen drei Jahren habe er stets ein gutes Gefühl gehabt, sagt Kraft. "Erst auf den letzten Metern hakt es jetzt." Im "ungünstigsten Fall" könnten sich die Abrissarbeiten nun bis weit ins nächste Jahr verzögern. Denn nun sei unklar, was mit den geschützten Fledermäusen geschehen soll, die in den alten Gemäuern Quartiere haben.

Die Bebauung der alten Industriebrache ist eine langatmige Geschichte. Seit 2013 liegen die Pläne auf dem Tisch, doch konnten ehemalige Mieter erst in diesem Frühjahr nach einer langwierigen Räumungsklage vom Gelände entfernt werden.

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Von Oliver Kühn

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