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Bebauungsplan soll Iltens Ortskern schützen

Sehnde Bebauungsplan soll Iltens Ortskern schützen

Iltens Erscheinungsbild ist im Wandel. Erst kürzlich wurden zwei alte Scheunen im Dorfkern abgerissen, an ihrer Stelle entstehen nun Neubauten. Die Stadt möchte nun trotzdem den von großen alten Hofstellen geprägten Charakter des Ortes erhalten - und zwar mit der Aufstellung des Bebauungsplans "Alter Ortskern Ilten".

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Diese Häuser an der Einmündung Hindenburg- und Kirchstraße fallen in das Gebiet des Bebauungsplans.

Quelle: Sandra Köhler

Ilten. Der Bebauungsplan soll nach dem Vorschlag der Verwaltung den Bereich zwischen Karl-Wehler-Straße im Norden, Rudolf-von-Wahrendorff-Straße im Süden, An Nordende im Osten und der Kirchstraße im Westen einschließen. Dazu kommen die Grundstücke Hindenburgstraße 3-5, Ferdinand-Wahrendorff-Straße 1 und Rudolf-Wahrendorff-Straße 6.

Der Bereich sei "von großvolumigen Gebäuden der alten Hofstellen" geprägt, heißt es in der Beratungsvorlage, über die nun die Kommunalpolitiker reden sollen. Ein weiteres Merkmal der Bebauung dieses Bereiches seien sogenannte grenzständige Gebäude. Mit der Aufgabe der Landwirtschaft würden einige der alten Gebäude aber nicht mehr genutzt. Sie seien nun dem Verfall preisgegeben oder würden abgerissen.

Die frei gewordenen Flächen dienen dann hauptsächlich zum Bau neuer Ein- oder Mehrfamilienhäuser. Und damit gehe die ortsbildprägende historische Bausubstanz dem Ort Ilten unwiderruflich verloren, meint die Verwaltung. Wünschenswert sei daher, die erhaltenswerte alte Bausubstanz venünftig neu zu nutzen. Falls aber doch weitere Neubauten entstehen sollen, müssten diese sich in Größe und Gestaltung an der alten Bausubstanz orientieren.

Dass die Stadt Sehnde den den Charakter eines alten Dorfkerns mittels eines neuen Bebauungsplans schützen will, ist laut Iltens Ortsbürgermeisterin Gisela Neuse (SPD) nichts Neues: "Das Gleiche ist in Bilm und Wehmingen auch passiert." Neue Bauten müssten schon zur Umgebung passen, meint Neuse. Bei dem Neubau eines Arzthauses hätten die Besitzer zuerst auch nur einstöckig geplant. Bei dem Hinweis darauf, dass ringsherum zweistöckige Bauweise vorherrsche, aber "Gottseidank ihr Vorhaben geändert", sagt Neuse. 

So wie die Ortsbürgermeisterin denken auch die meisten Ortsratsmitglieder. Sechs von sieben stimmten jetzt für die Aufstellung des neuen Bebauungsplans. Lediglich Neuses Stellvertreter, Andreas Heinen (CDU), stimmte dagegen. Er argumentiert, dass der Plan die Grundstücksbesitzer zu sehr einschränke.

Ob der Plan wirklich auf den Weg gebracht wird, entscheidet endgültig der Rat der Stadt Sehnde in seiner Sitzung am 29. September.

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Von Sandra Köhler

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