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Bergbauausstellung löst Emotionen aus

Rethmar Bergbauausstellung löst Emotionen aus

Das Regionalmuseum Sehnde im Gutshof Rethmar mausert sich mehr und mehr zu einem überregionalen Anziehungspunkt. Im Jahr 2015 besuchten rund 5100 Besucher die Einrichtung. Das sind etwa genauso viele wie im Jahr zuvor.

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Museums-Chef Erhard Niemann
zeigt in der Bergbau
ausstellung die Puppe eines Steigers.

Quelle: Katja Eggers

Sehnde. Erhard Niemann, Chef des Musumsvereins, ist mit dieser Bilanz sehr zufrieden: „Man muss bedenken, dass wir bis vor etwa vier Jahren nicht einmal 1000 Besucher jährlich hatten“, sagt er: „Das ist eine große Vertrauensbasis, die wir bei unseren Besuchern haben.“ Bei den zwei Sonderausstellungen im Jahr 2015 allein habe es zwölf Führungen gegeben, sagt Niemann.

Welche der beiden Ausstellungen die erfolgreichere war, mag Niemann nicht beurteilen: „Die beiden waren unterschiedlich lang zu sehen.“ Die Motorradausstellung „Nicht mehr laufen, Quickly kaufen“ besuchten gut 1100 Besucher in zehn Wochen. Die Ausstellung über das Sehnder Werk Friedrichshall der Kali-Chemie dagegen dauerte ein halbes Jahr und hatte rund 4000 Besucher.

Gerade diese jüngste Ausstellung sei für Sehnde eine besondere gewesen. Denn es gebe in der Stadt noch viele Menschen, die auf Friedrichshall gearbeitet hätten, sagt Niemann, der selbst dort einst eine Maschinenbaulehre gemacht hat. „Für viele waren gerade die Videos von damals sehr emotional“, sagt er.

Am letzten Tag der Ausstellung besuchte sogar der in Hannover lebende Wolfgang Kötter das Regionalmuseum. Er ist der Sohn des letzten Betriebsleiters und trat spontan dem Museumsverein bei. Mit zwölf Neueintritten habe sich der Museumsverein ohnehin positiv entwickelt, freute sich Niemann. Der Verein habe jetzt 144 Mitglieder.

Für das Jahr 2016 plant das Museum drei Sonderausstellungen. Den Anfang macht am 28. Februar die Neuauflage der Ausstellung „Zuckerfabriken in der Region Sehnde“, die bereits 2013 zu sehen war. „Es war der Wunsch der Sehnder, diese Ausstellung noch einmal zu sehen“, erklärt Niemann. Dieses Mal werde auch ein Modell der Lehrter Zuckerfabrik zu sehen sein, kündigt er an. Die weiteren Ausstellungen haben das Thema „Altes Handwerk im Großen Freien“ und „70 Jahre Bundessortenamt in Rethmar“.

Von Michael Schütz

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