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Bolzums Mitte soll geschützt werden

Bolzum Bolzums Mitte soll geschützt werden

Immer mehr prägende Höfe in Bolzums Dorfmitte werden abgerissen und durch Einfamilienhäuser ersetzt. Mancher meint, damit gehe nach und nach das historische Ortsbild verloren. Um diese Entwicklung zu stoppen, will die Stadt für den Bereich eine sogenannte Veränderungssperre erlassen. Der Rat hat dem Wunsch einhellig zugestimmt.

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Große, alte Höfe bilden den historischen Kern Bolzums. Neubauten oder Veränderungen von Gebäuden sind hier momentan nicht möglich.

Quelle: Oswald-Kipper

Sehnde. Die Bebauung um den Meffertweg entlang der Straßen Wolfeshorn, Marktstraße und Am Mühlenberg gehört zum historischen Kern von Bolzum mit alten und teilweise sehr großen Hofstellen. Doch durch die Aufgabe von Geschäften und landwirtschaftlichen Betrieben in der Ortsmitte ist es zu einigen Leerständen gekommen.

Für eine Nachnutzung dieser „exponierten Ortslage“ bestehe hinsichtlich der Nutzung und städtebaulichen Gestaltung ein hoher Anspruch, betont die Stadt - nicht zuletzt im Sinne der Dorferneuerung. In diesem Zusammenhang sei bereits der Bereich um das Gebäude Marktstraße 12 zu einer Art Marktplatz umgestaltet worden. Nicht zulässig sind dann etwa Neubauten oder Veränderungen von Gebäuden, auch keine Nutzungsänderungen. Auch Aufschüttungen, umfangreichere Abgrabungen, Ausschachtungen, Ablagerungen oder Lagerstätten werden untersagt.

Allerdings könne es Ausnahmen geben, die aber von Fall zu Fall entschieden werden müssten, heißt es im Rathaus. Außerdem genießen bisherige Nutzungen Bestandsschutz sowie Vorhaben, die vor dem Inkrafttreten der Veränderungssperre hätten begonnen werden dürfen. Die Veränderungssperre tritt nach Ablauf von zwei Jahren außer Kraft und kann maximal um zwei weitere Jahre verlängert werden.

Sollte die Sperre länger als vier Jahre dauern, können Betroffene, deren Bauwunsch zurückgestellt wurde, Entschädigungen einfordern, wenn ihnen in dieser Zeit Vermögensnachteile entstanden sind.

Dorfladen braucht Parkplätze

Der erst vor kurzer Zeit eröffnete genossenschaftliche Dorfladen liegt im Ortskern von Bolzum und hat die Vorstellungen der Stadt nach einem Erhalt der historischen Bausubstanz an der Marktstraße vorbildlich umgesetzt. Doch der Betrieb wünscht sich mehr Parkplätze für seine Kunden. An der Straße Wolfeshorn möchte die Stadt diesen Wunsch gern erfüllen. Dort sollen auf einer rund 24 Quadratmeter großen Dreiecksfläche Stellplätze ausgewiesen werden. Dabei handelt es sich um einen Trichter zur Marktstraße hin, der für den Verkehr entbehrlich sei, heißt es. Die Region Hannover habe gegen die Umnutzung keine Bedenken, teilt die Stadt mit. Am 5. November beschäftigt sich erstmals der Ortsrat Bolzum mit dem Thema, entscheiden soll der Rat in seiner Sitzung am 17. Dezember.

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