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Aus Fenster geworfene Zigarette löst Brand aus

Sehnde Aus Fenster geworfene Zigarette löst Brand aus

Eine achtlos aus dem Fenster geworfene Zigarette hat offenbar den Brand im Dachstuhl des Gutshofs im Klinikum Wahrendorff in Köthenwald ausgelöst. Den Schaden schätzt die Polizei auf rund 25.000 Euro. Für den Großeinsatz war die Ortsdurchfahrt B 65 am Montagnachmittag zeitweise voll gesperrt.

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Mithilfe der Drehleiter entfernen die Einsatzkräfte die Dachziegel, um an den Brandherd zu kommen.

Köthenwald. Am Dienstag haben Beamte des Zentralen Kriminaldienstes das Gutshofgebäude untersucht und die Zigarette als Auslöser ausgemacht. Wer für die fahrlässige Brandstiftung verantwortlich ist, wird derzeit ermittelt.

Als die Einsatzkräfte am Montagnachmittag gegen 17 Uhr eintrafen, stiegen an einer Gaube Rauch und Flammen auf. Das Gebäude war zu diesem Zeitpunkt aber bereits vollständig von Mitarbeitern evakuiert worden. "Das ist bilderbuchmäßig gelaufen", lobt Sehndes Feuerwehrsprecher Karsten Gurkasch. Niemand wurde verletzt.

Die Bewohner hatten sogar versucht, das Feuer selbst mit Gießkannen zu löschen. Weil der Brand sich aber unter den Dachziegeln entwickelt hatte, waren diese Versuche erfolglos geblieben. Deshalb wurde auch die Drehleiter alarmiert. "Wir mussten die Dachziegel aufnehmen, das war ziemlich aufwendig", sagt Gurkasch. Etwa 20 Quadratmeter seien betroffen gewesen.

Zum Teil mussten dafür auch die Zimmerdecken geöffnet werden, die durch die Löscharbeiten stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. Das Feuer hatte sich unter den Dachziegeln großzügig durch das Dachgebälk und Holzverkleidungen ausgebreitet. Nach 30 Minuten war der Brand endgültig gelöscht. Die Patientenzimmer selbst seien aber nicht von dem Feuer betroffen gewesen, sagt Gurkasch. Im Gutshof-Anbau seien derzeit 74 Patienten untergebracht.

Anschließend haben Atemschutztrupps das Gebäude inspiziert, um unter anderem mit einer Wärmebildkamera nach Glutnestern zu suchen. Anschließend wurde der Rauch mit Hochdrucklüftern aus dem Gebäude gepustet. Weil der Gerätewagen Messtechnik anschließend keine erhöhte Schadstoffkonzentration mehr feststellen konnte, ist das Haus weiterhin bewohnbar.

Bei dem Großeinsatz waren insgesamt 80 Kräfte mit 19 Fahrzeugen vor Ort, darunter von den Ortsfeuerwehren Sehnde, Ilten, Bilm und Höver, der Polizei und dem Rettungsdienst.

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Von Oliver Kühn

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