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Gegen Raser: Höver stellt Holzmännchen auf

Sehnde Gegen Raser: Höver stellt Holzmännchen auf

Die Bürgerinitiative Höver will Raser bremsen. Zur Verkehrsberuhigung haben die Bürger entlang der viel befahrenen Ortsdurchfahrt jetzt selbst gefertigte Holzmännchen aufgestellt. Die bunten Figuren sollen vor allem Lastwagenfahrer dazu bewegen, den Fuß vom Gas zu nehmen.

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"Die Geschwindigkeir muss runter!" - Die Bürgerinitiative Höver kämpft an der viel befahrenen Hauptstraße mit bunten Holzmännchen für eine Verkehrsberuhigung.

Quelle: Katja Eggers

Höver. Die Bürgerinitiative (BI) Höver hat die Männchen am Mittwochabend an beiden Seiten der Hannoverschen Straße platziert. Die Figuren stehen unter anderem am  Kreisel, in der Nähe der Bushaltestelle und hinter der Kurve auf Höhe des Hauses Nummer 13.

Wolfgang Böhm hat die Figuren aus Holzresten gezimmert. Alle sehen unterschiedlich aus und haben Schilder mit Schriftzügen wie "Fuß vom Gas", "Achtung Kinder!" und " Langsam!". Mit den Männchen will die BI den Verkehr beruhigen. Auf der Hannoverschen Straße gilt Tempo 50. Die BI wünscht sich aber eine Reduzierung auf 30 Kilometer pro Stunde. "Die Geschwindigkeit muss definitiv runter", betont Elisabeth Schärling von BI. Autos und vor allem Lastwagen brausten immer wieder viel zu schnell durch den Ort. Das sei vor allem für Fußgänger und Kinder gefährlich.

Schärling hat an der Bushaltestelle Brunnenstraße schon mehrfach brenzlige Situationen beobachtet. Mittags warteten dort viele Schulkinder auf den Bus warten, sagt sie: "Die kaspern dann rum und schubsen sich auch mal auf die Straße. Nicht auszudenken, wenn dann gerade ein Lastwagen heranrast."

Hinter der schlecht einsehbaren Kurve ist es laut Schärling auch schon zweimal zu Unfällen mit Lastwagen gekommen, unter anderem, als ein Landwirt aus seiner Hofeinfahrt auf die Straße fahren wollte.  "Der ist zwar ganz langsam gefahren, aber der herannahende LKW war viel zu schnell da", berichtet Schärling.

In der Vergangenheit hatte die BI Höver für die Ortsdurchfahrt schon mehrfach Tempo 30 gefordert. Die Stadt Sehnde sieht jedoch keinen Handlungsbedarf. Tempo 30, so habe es ihr die Verwaltung erklärt, sei nur möglich, wenn die Grundschule direkt an der Hannoverschen Straße liege, sagt Schärling. Hövers Grundschule ist jedoch in einer Nebenstraße. "Das Argument der Stadt leuchtet uns nicht ein - zumal es in Orten wie Schillerslage, Pattensen und Fuhrberg auch Tempo-30-Reduzierungen gibt, ohne dass die Grundschulen an der Hauptstraße sind", erklärt Schärling.

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Vor allem die Lastwagen sind oft zu schnell: Am Kreisel am Ortseingang fordert ein Holzmännchen jetzt "Fuß vom Gas".

Quelle: Katja Eggers

Von Katja Eggers

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