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Bürgerintiative wehrt sich gegen Windwärts

Dolgen Bürgerintiative wehrt sich gegen Windwärts

Die Bürgerinitiative (BI) Windkraft mit Verstand arbeite mit unbelegten Behauptungen, mit denen sie Ängste in der Bevölkerung schürt - diesen Vorwurf des Windanlagenbetreibers Windwärts Energie weist die BI aus Dolgen scharf zurück.

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Das geplante Windkraft-Testfeld in Dolgen ist umstritten. Der Projektplaner Windwärts Energie weist die Kritik der Bürgerinitiative als nicht belegbare Behauptungen zurück. Die BI kontert.

Quelle: Knoche

Sehnde. Die Bürgerinitiative hatte sich bei den Beratungen zum neuen Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) kritisch über das geplante Windradtestfeld in Dolgen mit neun 200 Meter hohen Anlagen geäußert. Es drohten Lärm, gesundheitliche Beeinträchtigungen und die Verschattung von Wohngebäuden, hieß es. Zudem würden viele Vögel erschlagen und oft verpuffe erzeugter Strom, weil ihn das Netz nicht aufnehmen könne. Dagegen hatte sich Windwärts zur Wehr gesetzt und diese Äußerungen als „nicht zu belegende Behauptungen“ bezeichnet, mit denen die BI in der Bevölkerung Stimmung gegen das Testfeld mache.

„Wir betreiben keine Panikmache“, sagt dagegen BI-Mitglied Roswita Horn. Man habe die Bürger lediglich über Aussagen informiert, die im Entwurf des Raumordnungsprogramms stünden. Dort sei auch die Rede davon, dass „Teile von Dolgen und Evern bei niedrigem Sonnenstand durch Schattenwurf belastet werden, sodass zeitweises Abschalten erforderlich sei“, erklärt Horn. Dass Windwärts behaupte mit 1000 Metern Abstand zur Wohngebäuden geplant zu haben statt mit 800 Metern, wie die Region Hannover vorgibt, will Horn nicht gelten lassen: „Das ist eine der politischen Diskussion geschuldete unverbindliche Absichtserklärung.“ Denn mit einem Windrad ließen sich im Jahr zwischen 50 000 und 70 000 Euro verdienen.

Dass Windräder sehr wohl störenden Lärm verursachten, habe ihnen ein Anwohner aus Klein Lobke mitgeteilt: „Schon heute lösen die sehr viel kleineren Anlagen in und um unser Haus Geräusche im sehr tiefen Frequenzbereich aus, die besonders im unterbewussten Bereich extrem unangenehm sind“, schrieb der Sehnder. „Je nach Wetterlage und Windrichtung sind diese Schwingungen auch deutlich hörbar, der Rotationsrhythmus der Flügel ist dabei klar erkennbar.“

Die BI bleibt auch dabei, dass Windräder „Vogelschredder“ seien. Das Gutachten von Windwärts, nachdem von den geplanten Windrädern keine Gefahren für Vögel und Fledermäuse ausgingen, sei „leider nirgends einsehbar“.

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