Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Bund: Sehnde für Asse-Wasser nur "zweite Option"

Sehnde Bund: Sehnde für Asse-Wasser nur "zweite Option"

Die geplante Einleitung von Salzwasser aus der Schachtanlage Asse II bei Wolfenbüttel in das stillgelegte Sehnder Bergwerk Friedrichshall könnte eventuell doch nicht zum Tragen kommen. Das hat eine Delegation der CDU-Ratsfraktion bei einem Besuch des Atomendlagers erfahren.

Voriger Artikel
Feuerwehrleute schlagen sich wacker
Nächster Artikel
Flaschenpfand wird zum Tunnelparcours

Tief im Berg der Asse wird das einsickernde Wasser aufgefangen.

Quelle: privat

Sehnde. Die Flutung des Sehnder Bergwerks mit Asse-Wasser sei noch keinesfalls beschlossene Sache, sagte Prof. Dr. Hans-Albert Lennartz, kaufmännischer Geschäftsführer der Bundesgesellschaft für Endlagerung, den Besuchern: "Das ist eine zweite Option und nach derzeitigem Stand nicht sicher, da es bereits einen Abnehmer gibt, der aus dem salzhaltigen Wasser Streusalz herstellt." Die Einleitung war bislang ab nächstem Frühjahr vorgesehen.

Dies war schon einmal bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung mit der Asse-GmbH angedeutet worden, dennoch habe sich der Besuch gelohnt, resümiert Fraktionschef Klaus Hoffmann: "Wir haben ein sehr transparentes und offenes Gespräch mit den Verantwortlichen führen können." Aber es sei auch deutlich geworden, dass "diese Eventualität" eine ausführliche und transparente Diskussion mit Beteiligung der Bürger voraussetze. In Sehnde hat sich bereits die Interessengemeinschaft "Lass es Sehnde" gegründet, die eine Einleitung verhindern will.

Die Delegation wollte sich vor allem unter Tage ein Bild von der Situation machen. "Dabei haben wir auch die Stellen angesehen, an denen das Zutrittswasser gesammelt wird", sagt Hoffmann. Die Asse-GmbH hatte argumentiert, dass der größte Teil des Wassers in 650 Metern Tiefe und damit rund 100 Meter oberhalb der Einlagerungskammern mit den radioaktiven Abfällen aufgefangen werde.

doc6ws50p294s4o02v9k30

Die CDU/FDP-Gruppe im Sehnder Rat hat sich das Atomendlager Asse bei Wolfenbüttel auch unter Tage angesehen.

Quelle: privat

Von Oliver Kühn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6x769ny9sme6j4664b4
Telefonzelle hat auch als Dusche ausgedient

Fotostrecke Sehnde: Telefonzelle hat auch als Dusche ausgedient