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Asse-Wasser: Infomobil kommt in Städte

Sehnde Asse-Wasser: Infomobil kommt in Städte

Wie gefährlich ist das Wasser aus der Asse? An dieser Frage scheiden sich derzeit in Sehnde die Geister. Während der Protest gegen die mögliche Einleitung des Wassers in das stillgelegte Bergwerk Friedrichshall immer lauter wird, schickt die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) jetzt ein Infomobil.

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Was passiert eigentlich in der Asse? Die Bundesgesellschaft für Endlagerung will jetzt die Sehnder und Lehrter direkt informieren.

Quelle: Archiv

Sehnde/Lehrte. "Wir wollen, dass die Informationen nicht allein über die Bürgerinitiative gegen das Asse-Wasser an die Menschen kommt, sondern wir wollen nun selbst tätig werden", sagt Michael Lohse von der Pressestelle der BGE in Morsleben. Man wolle dem Widerstand nun direkte Informationen entgegensetzen. Zu diesem Zweck kommt das Infomobil der BGE am Freitag, 6. Oktober, zunächst nach Lehrte. Dort wird es von 8.30 bis 17.30 Uhr vor dem Citycenter an der Burgdorfer Straße stehen. Am Donnerstag, 19. Oktober, steht das Infomobil dann in Sehnde. Zeit und Ort sind aber noch nicht festgelegt.

Im Infomobil der Bundesgesellschaft wollen Mitarbeiter unter anderem allgemeine Auskünfte zur Schachtanlage Asse II und das Atommüll-Endlager Schacht Konrad geben. Gezeigt werden Animationen und Filme zum aktuellen Stand der Arbeiten an den Schachtanlagen. Mit multimedialen Anwendungen können sich die Besucher ein Bild über die laufenden Projekte der BGE machen. In Infomobil ist es darüber hinaus möglich, Termine für Befahrungen der Schachtanalgen auszumachen.

Lohse hofft darauf, dass viele Lehrter und Sehnder die Informationen aus erster Hand hören wollen. Die Experten betonen stets, dass das Wasser, welches möglicherweise in die alte Sehnder Schachtanlage eingeleitet wird, rund 100 Meter oberhalb der Kammern der Asse aufgefangen wird, in denen die Atommüllfässer lagern. Die Salzlösung sei völlig unbedenklich und die Belastungswerte mit Tritium lägen sogar deutlich unter den Grenzwerten für Trinkwasser.

Viele Sehnder glauben das nicht und befürchten unter anderem, dass die avisierte Einleitung von elf Kubikmeter pro Woche nur ein Anfang sein könnte. Gegen dieses Vorhaben hatte sich unlängst die Bürgerinitiative (BI) "Assewasser - Nein Danke" gegründet. 40 Sehnder sind in ihr aktiv. BI-Sprecher Cedric Bätje hatte erst in der vergangenen Woche angekündigt, man wolle die bereits begonnene Unterschriftenaktion gegen das Asse-Wasser nun fortführen. Rund 1200 Sehnder hätten sich schon in die Listen eingetragen. Der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) hatte ebenfalls in der vergangenen Woche angeboten, sich mit Vertretern der BI zu treffen.

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