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Behrens soll Rede und Antwort zur B 65 stehen

Sehnde Behrens soll Rede und Antwort zur B 65 stehen

Die im Bundesverkehrswegeplan beschlossene Umgehung für die B 65 zwischen Ilten und Bilm lässt die Orte nicht zur Ruhe kommen. Jetzt fordert die CDU/FDP-Gruppe eine Sitzung des Rates und der Ortsräte mit Staatssekretärin Daniela Behrens - und wirft der SPD vor, eine Zusage nicht eingehalten zu haben.

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Die bisher einzige Ortsumgehung im Zuge der B 65 auf Sehnder Gebiet endet an einem Kreisel kurz vor Köthenwald. Viele befürchten einen Verkehrskollaps, sollte die geplante Trasse zwischen Bilm und Ilten dort angebunden werden.

Quelle: Thomas Böger (Archiv)

Bilm/Ilten. Der Sehnder Rat und die beiden Ortsräte in Ilten und Bilm hatten eine Ortsumgehung im vergangenen Jahr mit großer Mehrheit abgelehnt, weil sie unter anderem eine "Parallelautobahn zur A2" befürchten. Doch noch immer sei unklar, inwieweit die Vorschläge Eingang in den Planungsprozess gefunden haben, moniert der CDU-Fraktionsvorsitzende und Gruppensprecher Klaus Hoffmann: "Insbesondere für die Ortschaften Ilten und Bilm sind Szenarien entstanden, die eine enorme Einschränkung der Lebensbedingungen erwarten lassen." Die Gruppe halte es daher "nur für recht und billig", dass die Staatssekretärin vor diesen Gremien darlegt, warum deren Votum ausgehebelt wurde und wie sie sich den weiteren Fortgang der Angelegenheit vorstellt.

Diese Forderung habe er schon in der Ratssitzung im Dezember aufgestellt, und Ratsfrau Silke Lesemann (SPD), die auch Mitglied der Landtagsfraktion ist, habe ihre Unterstützung zugesagt, sagt Hoffmann. "Stattdessen hat die SPD den Vorschlag kürzlich zu einer Wahlkampfveranstaltung in Rethmar umgemünzt,“ moniert er. Dort war auch Daniela Behrens anwesend, um Fragen der mehr als 100 Besucher zu beantworten. Dieses Vorgehen werde dem Thema nicht gerecht und werfe Fragen nach der Glaubwürdigkeit von Zusagen auf, kritisiert die CDU/FDP-Gruppe.

Die Abstimmungsergebnisse in den Gremien hätten deutlich gezeigt, dass es sich um ein parteiübergreifendes Problem handele, sagt der CDU-Ratsherr Bernd Ostermeyer, gleichzeitig Ortsbürgermeister in Bilm. Die Gruppe werde weiterhin gegen die Zerschneidung der Landschaft und die Abtrennung einzelner Ortschaften kämpfen und diese Argumente gern selbst der zuständigen Staatssekretärin vortragen. "CDU und FDP hoffen, dass auf diesem Weg die lokalen Einwände und Bedenken bei künftigen Planungen nicht nur Gehör, sondern auch Beachtung finden", unterstreicht Hoffmann.

Die Pläne des Bundes sehen einen neuen Streckenverlauf der B 65 zwischen Peine und Sehnde vor. Behrens hatte in Rethmar angekündigt, dass die Planungen erst in ein bis zwei Jahren begännen und die Umgehung frühestens 2030 fertig sei. Auch ihr Ministerium sei eher für eine Verbreiterung der A2 als für die B-65-Umgehung. Doch das Land müsse die Vorgaben des Bundes ausführen.

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Die CDU will Daniela Behrens (SPD), Staatssekretärin des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, zur gemeinsamen Sitzung einladen.

Quelle: Privat

Von Oliver Kühn

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