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Das Rathaus ist nicht ganz dicht

Sehnde Das Rathaus ist nicht ganz dicht

Die Gerüste zeigen es weithin sichtbar an: Die Stadt muss das undichte Flachdach ihres Rathauses komplett sanieren. In der 6. Etage tropft es durch - direkt in ein Büro. Die veranschlagten Kosten liegen bei gut 100.000 Euro.

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Keine Kunst am Bau: Mitarbeiter Eberhard Rösner muss die Decke seines Büros mit Plastikfolie abdichten.

Quelle: Kühn

Sehnde. Jahrelang sind die Arbeiten an dem Bau aus den Sechzigerjahren verschoben und das Dach nur provisorisch geflickt worden, weil etwa in Schulen und Turnhallen größerer Sanierungsbedarf herrschte. Wegen des Brandes in der KGS und der Unterbringung von Flüchtlingen habe man sogar kurz überlegt, die Maßnahme noch mal zu verschieben, obwohl Geld im Haushalt eingeplant ist, sagt Daniela Rössing, Leiterin des Fachdienstes Gebäudewirtschaft. Doch weil es nun schon in ein Büro tropft, sei zum Schutz der Holzbalkenkonstruktion und der Gebäudesubstanz der Zeitpunkt für eine Grundsanierung gekommen.

Nun muss zunächst einmal der grobe Kies von dem Flachdach abgesaugt und abtransportiert werden. Das könne eine „erhebliche Lärmentwicklung“ mit sich bringen, kündigt Rössing an. Auch alle Asbest-Zementplatten werden entfernt. Danach kommt aber kein Kies mehr aufs Dach.

Stattdessen werden hochwertige graue Fassadenplatten verlegt, wie sie auch schon bei der Brandsanierung der KGS verwendet wurden. „Die sind sehr wetterbeständig und widerstandsfähig, verziehen sich nicht, brennen nicht und sind auch UV-beständig“, sagt Mitarbeiter Eberhard Rösner. In sein Büro in der sechsten Etage tropft es von der Decke - die er deshalb mit blauer Plastikfolie abgedichtet hat. „Das ist keine Kunst am Bau“, sagt Rösner scherzhaft. Danach werden noch Folien als Feuchtigkeitsschutz sowie eine 30 Zentimeter dicke Dämmung verlegt. Die alte Dämmung war für den heutigen Baustandard zu dünn und hatte außerdem schon Feuchtigkeit gezogen.

Die Stadt hofft, dass die Arbeiten bis zum Jahresende abgeschlossen sind - doch das hängt vom Wetter ab. Die Dachdecker können nur bei trockenem Wetter und Temperaturen von mindestens fünf Grad sanieren.

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