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Neubau für Sozialwohnungen liegt auf Eis

Sehnde Neubau für Sozialwohnungen liegt auf Eis

Das Neubauprojekt der Wohnungsbaugesellschaft KSG Hannover an der Elbinger Straße in Sehnde kommt ins Stocken: Weil es noch Unklarheiten in Bezug auf die Wohnungsgrößen gibt, erteilt die Stadt keine Baugenehmigung. Stadt und Region sind dazu derzeit in Gesprächen.

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An der Elbinger Straße will die KSG jetzt Sozial- statt Flüchtlingswohnungen bauen.

Quelle: Sandra Köhler

Sehnde. Das Wohnhaus an der Elbinger Straße soll künftig 11 Sozialwohnungen beherbergen. Die verantwortliche KSG hat dazu jetzt Pläne vorgelegt, die aber mit den Vorstellungen der Stadt und der Region Hannover nicht zusammenpassen.

Für die Region, die für Bedürftige und sozial Schwache den sogenannten B-Schein ausstellt, sind die Wohnungen zu groß, um sie später als Sozialwohnungen einstufen zu können. Der Quadratmeterpreis darf für Sozialwohnungen laut dem Niedersächsischen Wohnraumfördergesetz nicht über 5,60 Euro liegen - zudem gibt es eine Höchstgrenze für die Mietkosten.

Die Region Hannover fördert das Projekt in Sehnde mit weit mehr als einer halben Million Euro. Weil das Projekt zum öffentlich geförderten Wohnraum gehört, können aber nur Menschen mit kleinem Geldbeutel, deren Verdienst bei rund 22.000 Euro Verdienst im Jahr liegt, die Wohnungen mieten und den sogenannten B-Schein beantragen.

Laut KGS-Geschäftsführer Karl-Heinz Range handelt es sich nur um geringe Abweichungen von den Vorgaben, die das Niedersächsische Wohnraumfördergesetz vorschreibt. So sei eine Wohnung etwa drei Quadratmeter über der Norm, um als Sozialwohnung vermietet werden zu können. Viel Veränderungspotenzial sieht er unter den finanziellen Voraussetzungen nicht.

Range hofft, dass mit den Verhandlungen zwischen der Stadt und der Region Hannover als Träger der Sozialhilfe bald eine Lösung herbeigeführt werden kann. Dann sollen auch die Bauarbeiten zu dem 2,5 Millionen-Projekt in Sehnde zügig starten. Range geht von einer Bauzeit von 12 Monaten aus.

Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke will in jedem Fall an dem Projekt festhalten: "Sehnde braucht bezahlbaren Wohnraum", sagt er. Allerdings werde die Stadt dem Projekt kein grünes Licht erteilen, "wenn Leute mit einem B-Schein die Wohnungen nachher nicht mieten können", sagt Lehrke.

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Von Redakteur Patricia Oswald-Kipper

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