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Gutshof-Bier gibt es jetzt auch im Laden

Sehnde Gutshof-Bier gibt es jetzt auch im Laden

In der Gutshof-Gastronomie gibt es das im Haus gebraute Bier schon seit einiger Zeit. Doch jetzt können Liebhaber des Gerstensaftes "Das Freie" auch zu Hause genießen: Zehn Geschäfte in Sehnde, Lehrte und Burgdorf haben die Flaschen ab sofort im Sortiment.

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Brauer aus Leidenschaft: Stephan (links) und Christoph Digwa bauen auf dem Gutshof in Rethmar mittlerweile auch ein bisschen Hopfen an.

Quelle: böger

Rethmar. "Wahrscheinlich wurde hier im Kornspeicher schon im Mittelalter Bier gebraut", vermutete Christoph Digwa bei der offiziellen Eröffnung der Rethmarer Brauerei, die er zusammen mit seinem Bruder Stephan aufgebaut hat. Pastor Hans-Jürgen Pabst bestätigte ihn: Er habe in alten Annalen gelesen, dass zu dem vom Gutshof an die Kirche zu liefernden Deputat nicht nur Getreide und Gemüse gehörte, sondern auch Bier. "Kirche und Bier - das gehört einfach zusammen", meinte Pabst und erinnerte daran, dass Martin Luther "ganz energisch Bier getrunken hat".

Die beiden jungen Brauer sind nach eigenem Bekenntnis ebenfalls "leidenschaftliche Biertrinker" und sind ihre Aufgabe mit entsprechendem Engagement angegangen. Die Anfänge reichen weit zurück: Christoph hat schon als 16-Jähriger in den USA mit einem kanadischen Freund Hopfen und Malz verarbeitet, weil dem das amerikanische Gebräu nicht schmeckte. In Rethmar begannen die beiden Brüder "mit Omas Einkocher in der Waschküche". Der erste Sud sei noch im Müll gelandet, berichtet Christoph, "und der eine oder andere auch an der Küchendecke, weil zu viel Kohlensäure drin war".

Inzwischen haben sie andere Ansprüche: "Wir wollen handwerklich hochwertiges, kreatives Bier brauen", erklärt Stephan. Das scheint ihnen gelungen zu sein, denn ihr jetzt vollzogener Gang in die Supermärkte ist gar nicht auf eigene Initiative zustande gekommen. Vielmehr hätten Einzelhändler aus der Region sie dazu aufgefordert, berichten die Digwas. Dass die von ihnen kreierte Marke "Das Freie" mit unterschiedlichen Ausprägungen von Pils über Porter bis zu Exoten, die nach geräucherter Banane schmecken, beim Verbraucher ankommen, hat sich mittlerweile herumgesprochen: Die erste Jahresproduktion von 50.000 Flaschen sei schon ausverkauft, sagt Stephan Digwa, "und wir haben Anfragen von Hamburg bis Würzburg".

Das freut dann auch den Bürgermeister, denn "dieses Bier wird dazu beitragen, Rethmar und Sehnde noch weiter bekannt zu machen", war sich Carl Jürgen Lehrke bei der Eröffnung sicher.

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